Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Neoliberalismus: Von der Freiheit, in Armut leben zu "dürfen"

Royal Bavarian, St. Zweiseitentupfing, Thursday, 04.11.2010, 19:49 (vor 5550 Tagen) @ Garfield

Servus Garfield,

Und diese Linken und die Wohlfahrtsverbände haben also mittlerweile auch
die Wirtschaft unterwandert und sorgen dort dafür, daß es durch
Entlassungen und Lohndrückerei immer mehr Menschen mit wenig Besitz gibt?

... natürlich nicht. Aber Entlassungen und Lohndrückerei sind auch nicht ausschließlich den Firmen anzulasten. Es dürften nicht wenige Linke, SPD-ler und Verbandsfunktionäre unter all´denen sein, deren Kaufentscheidung allein am Preis hängt. Wer für 10,- Euro nach Dublin oder nach Rom fliegen will, der braucht sich während des Fluges nicht wie eine rote Socke darüber empören, daß die Mechaniker dieser Airline für einen Apfel und ein Ei arbeiten. Und wer seine T-Shirts für 1,- Euro das Stück einkauft, braucht sich auch nicht über Kinderarbeit in China oder sonstwo aufzuregen.

Meinst du, das ist Zufall? Und meinst du, es ist Zufall, daß die
Bundesregierung im Rahmen von "Konjunkturpaketen" auch gern mal
Sozialleistungen erhöht? Oder sind diese "Konjunkturpakete" auch nur
Teufelswerk von Linken und Wohlfahrtsverbänden?

... den Linken geht es nicht um die Bedürftigen, sondern um die Gleichheit. Ich gebe Sarrazin vollkommen recht, wenn er fordert, Transferleistungen an die Bedürftigen (besonders an deren Kinder) so umfänglich wie möglich als Sachleistungen abzugeben und nicht als Geldleistungen.

Freundlicher Gruß - Royal Bavarian


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