Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Neoliberalismus: Von der Freiheit, in Armut leben zu "dürfen"

Das Edle Schnabeltier, Thursday, 04.11.2010, 08:55 (vor 5550 Tagen)

Ein Libertärer hat in der Welt einen Artikel rausgekotzt, der bestimmt auch der rechten Pest hier gefällt, der Spiegelfechter leuchtet ihm Heim:

Armut hat alle Schleusen des Anspruchsdenkens geöffnet.

"Dies, lieber Herr Habermann, ist freilich ein Satz, den man sich auf der Zunge zergehen lassen sollte. Mit einer perfide Volte machen Sie aus dem Opfer einen Täter, aus dem Hilfsbedürftigen einen anspruchsorientierten Sozialschmarotzer. Herr Habermann, sie sind nun selbst 65 Jahre alt – ein schönes Alter, das Respekt abverlangt. Machen wir doch mal ein Experiment. Stellen Sie sich doch mal einen Moment vor, Ihre Eltern hätten Ihnen nicht in Ihrer Jugend die Starthilfe für eine gute Schulausbildung und ein Studium mit auf den Weg gegeben. Stellen Sie sich nun ferner vor, Sie hätten nicht den Beruf eines Wirtschaftsphilosophen und Hochschulprofessors, sondern den eines Straßenbauarbeiters oder eines Dachdeckers ergriffen. Dass Sie aufgrund körperlicher Dispositionen nicht mehr in der Lage wären, diesen Beruf auszuüben und jeder Arbeitgeber lieber einen jüngeren und leistungsfähigeren Mitarbeiter einstellt, dürfte Ihnen schon bewusst sein. Wie, lieber Herr Habermann, wollen Sie nun Ihr Leben fristen? Würden Sie aus lauter Scham staatliche Unterstützung verweigern und auf dem Marktplatz betteln gehen oder würden Sie gleich zum sozialverträglichen Frühableben in den Wald gehen?"

Kognitive Dissonanzen eines Libertären


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