Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Ein bisschen off topic: Waggonbau Ammendorf

Kurti, Wien, Thursday, 23.09.2010, 00:11 (vor 5592 Tagen)

Kam heute in aller Früh in den MDR-Nachrichten:

"Verkehrstechnik
Auszeichnung für Bahnzulieferer aus Halle

Fünf Jahre nach dem zwischenzeitlichen Ende des Waggonbaus in Ammendorf hat eine Nachfolgefirma aus dem Hallenser Stadtteil einen begehrten Bahnpreis erhalten. Der Zulieferer MSG Ammendorf wurde am Dienstag auf der Schienenfahrzeug-Messe Innotrans in Berlin mit dem Titel "DB-Lieferant des Jahres 2010" ausgezeichnet.

Das Unternehmen hatte sich vor fünf Jahren nach dem Abschied des Schienenfahrzeug-Riesen Bombardier am Standort Halle-Ammendorf gegründet. Aushängeschild des Zulieferers sind das Instandsetzen und Reparieren von hochmodernen ICE-Loks. Geschäftsführer Uwe Albrecht sagte, damit sei man zu einem verlässlichen und nachgefragten Partner - vor allem der Deutschen Bahn - herangewachsen. Mittlerweile sind 180 Mitarbeiter in dem Unternehmen beschäftigt. Nach Angaben von Albrecht soll die Belegschaft aber weiter wachsen.
Krise beim Waggonbau in Ammendorf

Der traditionelle Waggonbau in Ammendorf hat eine turbulente Zeit hinter sich: Nach der Wende arbeiteten dort 4.800 Waggonbauer. 1998 wurde das zu Ostzeiten etablierte und mittlerweile privatisierte Unternehmen vom kanadischen Konzern Bombardier übernommen. Bereits 2002 kündigten die Kanadier an, das Werk wieder schließen zu wollen. Das rief heftige Proteste auf Landes- und Bundesebene hervor – zumal Fördergelder in Millionenhöhe geflossen waren. Das Ende für die Bombardier-Mitarbeiter in Ammendorf kam vor fünf Jahren. Damals verloren mehr als 650 Menschen ihren Arbeitsplatz."
http://www1.mdr.de/sachsen-anhalt/7693370.html

Ich habe mich aus gleich mehreren Gründen mitgefreut. Weil ich neben der Männerrechtlerei als Hobby auch Eisenbahn-Freak bin. Weil es ein wirtschaftlicher Erfolg in meiner Herkunftsregion Mitteldeutschland ist. Und last but not least, jetzt spanne ich den Bogen zum Forenthema: Weil es hier einmal geschafft wurde, in massivem Ausmaß Männer-Arbeitsplätze zu sichern.
Die ja angeblich alle im Aussterben begriffen sind und durch weibliche Soft Skills ersetzt werden, wie wir von feministischer Seite immer wieder belehrt werden.
Oder die ansonsten nicht besonders schützenswert sind. Wie in dem Fall, den sie kürzlich bei "Manndat" aufgedeckt hatten, wo irgendein Großkonzern (War es Daimler? Ich weiß es nicht.) stolz verkündete, trotz Krise keine Frauen-Arbeitsplätze abgebaut zu haben.

Gruß, Kurti


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