Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

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als junger Akademiker sage ich dazu

Misogyn, Saturday, 28.08.2010, 22:18 (vor 5616 Tagen) @ kein name


mir ist es einfach zu gefährlich, nach einer Trennung unterhaltspflichtig
zu sein und extrem in meiner Freiheit der Lebensplanung eingeschränkt zu
sein.

Du sagst es - die Trennung ist das Risiko. Die Kinder an sich sind kein finanzielles Abenteuer, wenn es nur eine Beziehungsgarantie gäbe.

Bei einem Scheidungsverbot gäbe es auch keine finanziellen Risiken für dich, da du ja steuerliche Vergünstigungen, Kindergeld, Elterngeld usw. bekämst.

Die Kinder an sich sind nicht der unberechenbare Kostenfaktor. Es ist die Unberechenbarkeit der Ehe, die außerdem hohe emotionale Risiken birgt. Das Geld spielt nur eine untergordnete Rolle.

- Die meisten Alkoholiker sind es durch eine zerbrochene Beziehung geworden
- Die meisten Selbstmorde kommen durch zerbrochene Beziehungen
- Die meisten Depressionen kommen aus zerbrochenen Beziehungen
etc.

Das verlorene Geld noch ist der geringste Verlust. Es sind im Wesentlichen emotionale Verluste und innere Verletzungen. Glaub mir, ich weiß wovon ich Rede.


Es ist auch nicht so, dass Hochschulabsolventen automatisch gutes Geld
verdienen. Im Gegenteil werden teils nur un(ter)bezahlte Praktika
angeboten, und die gutsituierten Eltern zahlen den Lebensunterhalt, damit
der Lebenslauf gepimpt wird. Stichwort Generation Praktikum.
Wissenschaftliche Hilfskräfte an der Uni werden nur stundenweise und nicht
über die Semesterferien bezahlt, d.h. leben auch von der Hand in den Mund.
Bis man eine angemessen entlohnte Arbeit hat, vergehen mitunter Jahre. Wenn
man durch Unterhaltsverpflichtungen gezwungen wird, durch irgendwelche
Niedriglohnjobs irgendwie Geld ranzuschaffen, kann man die Karriere gleich
knicken.

Glaub mir, deine Angst ist irrational. Du wirst so viel Geld verdienen wie keine Generation vor dir zuvor.

Unbezahlte oder schlechtbezahlte Praktika sollte man aus Prinzip nicht annehmen (Sklaventreiber!), sondern lieber schauen, was in der Wirtschaft gefragt ist. Lass dich nicht ausnutzen. Als Akademiker ist man vielseitig einsetzbar. Ich spreche da aus Erfahrung. Man kann auch nach dem Abschluss das Fach wechseln, ohne Nachteile in Kauf nehmen zu müssen z.B, vom Pädagogen zum Projektleiter im Maschinenbau, alles ist möglich. Offenheit und geistige Flexibilität vorausgesetzt. Man muss nur an sich glauben. Und den Beruf sehen, der einem das Leben lang Spass machen würde.


Wenn die Regierung mehr Kinder von Akademikern haben will, sollten deren
Unterhaltsverpflichtungen bis zu einer bestimmten Einkommenshöhe vom Staat
getragen werden.

Nein, es sollte gar keinen Unterhalt geben! Wieso sollte die Allgemeinheit, also der Steuerzahler, diesen Schwachsinn unterstützen?

Das hat doch erst dazu geführt, dass es immer mehr Alleinerziehende gibt, die auch überdurchschnittlich oft Hartz4-Empfängerinnen sind, aber trotzdem in einer (heimlichen) Beziehung leben.

Null Unterhalt für niemand wäre das Gerechteste.

Die Kinder werden einfach dem vermögenderen bzw. besser verdienenden Elternteil zugesprochen. Wenn beide nichts haben, wird das Kind solange in eine Pflegefamilie gegeben, bis einer der Elternteile das Kind versorgen kann. Ganz einfaches Prinzip.

Noch besser wäre natürlich ein Scheidungsverbot bzw. Trennungsverbot. Das Versprechen "in guten wie in schlechten Zeiten bis das der Tod euch scheidet" muss um jeden Preis eingehalten werden. Alles andere sind faule Ausreden. Wie kann es erlaubt sein, dass dieses heilige Versprechen einfach so gebrochen wird?


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