Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

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Fakten und Aktivitäten

ray, Saturday, 28.08.2010, 21:29 (vor 5616 Tagen) @ wurst

In einem offenen Forum wird immer auch Mist stehen. Das ist der Preis für
Freiheit. Sonst machen wir es halt so wie manche Zeitung. Nur noch das
zulassen, was dem ideologischen Bau nicht im Wege steht.

Okay, kann ich zum Teil akzeptieren, jeder Mist lässt sich in einem Forum nicht verhindern.

Das ist bei jeder Bewegung so. War auch beim Feminismus nicht anders. Nur
hat es damals noch kein Internet gegeben, das ablenken konnte. Mehr als auf
der Strasse irgendwelche Parolen grölen haben die meisten damals auch
nicht.

Da schon jetzt nur wenige Männer sich mit diesen Themen beschäftigen und dann auch nur ein kleiner Teil aktiv wird, macht es die Sache natürlich nicht leichter und wirkt sich doppelt hemmend aus. Feministen sind damals auch nicht nur auf die Strasse gegangen, sondern haben noch weitere Kommunikationswege genutzt. Sonst hätten sie nicht diesen Erfolg gehabt.

Die Bedingungen waren anders. Bei Männern haben wir sehr viel mehr die
Tendenz, nur ja nichts zu unternehmen, was gegen Frauen geht. Das geht gar
nicht. Der natürliche Schutzmechanismus ist hier hinderlich.

Das ist vielleicht auch so ein Punkt, den man mal überdenken könnte. Bestimmte Punkte bzgl. Ungerechtigkeit kann man durchaus so vortragen, dass sie nicht automatisch auf Kosten der Frauen gehen müssen. Z.B. Wehrpflicht. Statt zu fordern, die allg. Wehrpflicht auf die Frauen auszuweiten, damit sie denselben Nachteil wie Männer erleiden, wäre es doch sinnvoller generell die Wehrpflicht abzuschaffen. Rings um Europa ist das schon geschehen. Ohne jetzt einen zivilen Pflichtdienst draufzusatteln.

Genauso gebe es vielleicht Punkte, die man statt gegen Frauen, mit ihnen anleiern könnte. Klingt für viele utopisch, aber Beispiel gebe es schon. Z.B. Unterhaltssäumige Elternteile, die es ja wohl auf beiden Seiten gibt. Vieles liesse sich in den Forderungen durchaus so umformulieren, dass es nicht gegen Frauen gerichtet ist, sondern es um eine bessere Gerechtigkeit geht. Männerrechtler wie beispielsweise Warren Farrell scheinen ja auch in diese Richtung zu denken und zu gehen.

Hier schreibt auch Eugen von Manndat, um nur ein Beispiel zu nennen.

Genau an Eugen hatte ich auch gedacht, daneben noch Manifold. Deshalb sagte ich auch nicht, dass alle inaktiv sind. Aber wer käme noch in Frage?

Du schreibst gerne, aber du denkst oft nicht nach, bevor du schreibst. Das
kritisiere ich an dir.

Das sehe ich zwar etwas anders ;-), aber ich akzeptiere mal die Kritik. Durch ausführlichere Antworten versuche ich zumindest den Eindruck zu erwecken, gelegentlich über das nachzudenken, was aus der Tastatur kommt. :-) Zudem kann man ja beim Denken nicht an alles denken. Deshalb tauscht man sich mit anderen aus, um evtl. Denkfehler zu beheben.

ray


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