Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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schwach

ray, Saturday, 28.08.2010, 17:24 (vor 5617 Tagen) @ wurst

Verdammt noch mal, das ist keine Warhnehmung, das ist tausendfach
praktizierte Wirklichkeit.

Ich kann die Aufregung schon verstehen, aber alles (unabhängig vom Thema) was wir von unserer Umwelt aufnehmen und einsaugen und interpretieren, ist erstmal Wahrnehmung. Ich sag ja gar nicht mal, dass meine Wahrnehmung die bessere ist. Vielleicht täusche ich mich ja auch.

Wenn selbst Richter zugeben, Frauen einen Bonus
zukommen zu lassen, weil sie es im Leben schwerer hätten!
Wir können uns eben nicht darüber streiten, denn es ist eine gewaltige
Schieflage dadurch entstanden, dass ein insitutionalisierter Feminismus
über Jahrzehnte Rosinen gepickt hat - ein Denken, das allmählich in den
Zeitgeist überging. Die Folgen davon sind heute: Jungenbenachteiligung in
der Schule, Väterbenachteiligung, Scheidungsirrsinn, geringe Geburtenrate
(wobei da auch andere Faktoren eine Rolle spielen), eklatante
Schlechterstellung von Männern vor Gericht, möglicherweise diskriminierende
Regelungen bei Aufnahme von Arbeit (Gleichstellungsgesetze in der
Privatwirtschaft).

Eben an dem Punkt würde es nicht viel bringen, wenn ich jetzt meine Sicht der Dinge darstellen würde, weil dann würde das ewig hin und her gehen. Ich erspar uns mal die Zeit ;-). Ich akzeptiere, dass Du das so siehst, ich sehe es (in manchen Punkten) anders, dabei kann man es bewenden lassen.

Aber ich finde, dass hier sowieso schon viel geredet, aber wenig

gemacht

wird. Es gibt bis auf einzelne User nicht das Bemühen, die relevanten
Themen in die Öffentlichkeit zu bringen und bisher zu den Themen

neutral

denkende Menschen über Misstände zu informieren. Stattdessen wird lieber

im

eigenen Saft geschmort. Es finden sich kaum Leute, die Infostände auf
Strassen organisieren, zu Väterdemonstrationen gehen usw. Zu dem

Posting

über Günter Wallraf, der auf Zuschriften bereit ist, neue Themen zu
bearbeiten gibt es gerade mal zwei Antworten. Auf diesen blöden
HIV-Ansteck-Gerichtsprozess dagegen gefühlte zweihundert. Dann bleibt

mal

schön weiter vor euren PCs sitzen und beschwert euch darüber, dass sich
nichts ändert.


Klingt wie einer, der möchte, dass alles so bleibt wie bisher.

Häh??? Sorry, dann hab ich mich wohl ganz missverständlich ausgedrückt. Ich finde es nämlich erschreckend, dass obwohl das Forum schon über 9 Jahre existiert, sich nichts geändert hat. Es gibt kaum Aktivitäten, die nach aussen gehen. Hier wird geredet, geredet, geredet, aber was wird konkret gemacht?

und immer diese distanzierte "ihr".

Ja. Ich bin halt kein Maskulist und kein Anti-Feminist. Ich bin für die Gleichberechtigung (viele andere hier ja auch). Mich interessieren aber politische und wissenschaftliche Themen sehr und deshalb schaue ich aus Interesse hier rein und geb meinen Senf dazu. Bin quasi ein Aussenstehender zu dem Thema, aber das sind wohl 90% der Bevölkerung vermutlich auch. Ich hab halt andere Themen, für die ich mich persönlich einsetze. Und um ein bisschen was bewegen zu können, versuche ich für die Ziele ein kleines bisschen beizusteuern. Und gerade aus dem Grund bin ich über diese "Inaktivität" hier im Forum erstaunt.

Der Fall Benaissa ist ja auch so eine Geschichte.
Einen Mann an ihrer Stelle hätte die Presse zerrissen. Die Empörung über
derartiges zweierlei Mass ist gesund.

Gut, dann kann man sich eben über die Darstellung in den Medien beschweren. Aber ich halte es quatsch, sich über ein Urteil eines Richters aufzuregen, der nur dem nachgekommen ist, was selbst der Anwalt des Nebenklägers an Strafe gefordert hat.

Erhebe dich von deinem PC und mach was.

Auf so einen Satz habe ich schon gewartet. :-) Nach dem Motto, "wenn Dir es nicht gefällt, dann mach es doch selber." Halloooooo??? Ich bin kein Maskulist. Aber ihr seid Maskulisten. Erwartet ihr, dass andere die Arbeit für euch machen?

ray


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