Alternativvorschläge
Hallo Imageberater, ohne jetzt oberlehrerhaft zu wirken, was mir vermutlich wieder nicht gelingen wird
, hätte ich zu den Berechnungen einige Anmerkungen und Alternativvorschläge.
Nimmt man nun aber an, es nehmen 10.000 Männer, aber nur 9.000 Frauen am
Wettbewerb teil, dann sind nach 18.000 Münzwürfen (bei denen immer exakt
abwechselnd Kopf oder Zahl fallen) keine Frauen, dafür aber noch 1.000
Männer übrig, die weiter um die Führungsposition konkurrieren können.
Man könnte den Versuch statt der Münze auch anders durchführen. Man nimmt eine Kiste mit 10.000 weissen (Männer) und 9.000 schwarzen (Frauen) Kugeln und zieht blind eine Kugel nach der anderen heraus, bis nur noch so viele übrig wie Spitzenpositionen in der Firma sind. Wenn man 18.000 mal gezogen hat, dann dürfte im Durchschnitt noch 10000/19=526,31... weisse und 9000/19=473,68 schwarze übrigbleiben.
Die Münze wirft ja immer im Verhältnis 50:50, sie berücksichtigt nicht, wie stark noch die Gruppen sind. Um mal ein Extrembeispiel zu nehmen, es sind noch 100 Männer und 1 Frau übrig. Nach dem Münzwurf ist die Wahrscheinlichkeit, dass diese eine Frau ausscheidet 50%. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein ganz bestimmter Mann ausscheidet dagegen 50/100=0,5%.
Man kann sich ewig darum streiten, welche Fähigkeiten Männer und Frauen
jeweils haben, allein eine unterstellt geringere Teilnahme von Frauen am
Wettbewerb sorgt auch unter den Bedingungen einer unterstellten
Gleichbefähigung dafür, dass Frauen am Ende nicht unter den Inhabern von
Top-Positionen sind.
Zustimmung!
Keine Diskriminierung - Stochastik.
In diesem Beispiel müsste die o.g. Wahrscheinlichkeit, damit eine
Frau nach 18.000 Würfen noch am Wettbewerb teilnimmt, nicht bei 50 %
(Gleichbefähigung), sondern bei 50,0006 % liegen.Nach 18.999 Würfen (also Frau = letzter Teilnehmer) bei 52,63 %.
Man könnte auch sagen, das Zahlenverhältnis in den Top-Positionen muss dasselbe sein, wie bei den Beschäftigen der Firma, dann wäre es "gerecht". Aber soweit wird es nicht kommen. Wenn Unternehmen etwas dagegen haben, dann konnten sie sich fast immer gegen den Staat durchsetzen. Und schon jetzt ist es so, dass in den Vorstandsplätzen sich unterproportional wenige Männer befinden, die aus einfachen Verhältnissen kommen. Der Herr Schrempp von Daimler war so eine Ausnahme. Aber der war selbst in der Führungsetage nicht gerne gesehen.
gesamter Thread:
- Mathematischer Erklärungsansatz betr. Frauen in Führungspositionen -
Imageberater,
28.08.2010, 16:33
- Mathematische Modelle und Realität -
Borat Sagdijev,
28.08.2010, 17:12
- Mathematische Modelle und Realität - Imageberater, 28.08.2010, 18:36
- Mathematischer Erklärungsansatz betr. Frauen in Führungspositionen -
MrX,
28.08.2010, 17:46
- Mathematischer Erklärungsansatz betr. Frauen in Führungspositionen - Imageberater, 28.08.2010, 18:20
- Alternativvorschläge -
ray,
28.08.2010, 17:56
- Alternativvorschläge -
Borat Sagdijev,
28.08.2010, 18:03
- Alternativvorschläge - ray, 28.08.2010, 18:05
- Alternativvorschläge - Imageberater, 28.08.2010, 18:31
- Alternativvorschläge -
Borat Sagdijev,
28.08.2010, 18:03
- Oder ein weiterer, leichter zu lösende Ansatz, wenn es um Stochastik geht. - IM Rosenbaum, 29.08.2010, 03:48
- Mathematische Modelle und Realität -
Borat Sagdijev,
28.08.2010, 17:12