Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Gibt es Vorraussetzungen für Berechtigungen?

Roslin, Wednesday, 21.07.2010, 18:33 (vor 5654 Tagen) @ Gleichberechtigungs-Ablehner
bearbeitet von Roslin, Wednesday, 21.07.2010, 18:48

Die Gruppe der Männer unterscheidet sich zwar deutlich als Gruppe in Durchschnittsgrößen von der Gruppe der Frauen, aber das sind nur statistische Größen, die keine A-priori-Aussagen über ein Individuum zulassen.

Denn auch in der Gruppe "Frauen" gibt es nicht wenige eher "männlch" disponierte Frauen und in der Gruppe "Männer" nicht wenige eher "weiblich" disponierte Männer.

Beispiel:

Männer sind größer als Frauen, im Schnitt.
Die Aussage ist zweifellos richtig.
Trotzdem gibt es viele Frauen, die größer sind als viele Männer.
Weil diese Aussage nicht die Ableitung zulässt, dass JEDER MANN größer ist als JEDE FRAU.
Diese Realität kann ich doch nicht einfach ausblenden und behaupten: Alle Männer sind so, alle Frauen anders und deshalb dürfen Männer nur dies und Frauen nur jenes.
Ich muss jedem Menschen die Chance geben, zu beweisen, was er kann und will, ob er wirklich kann, was er will, kann nicht einfach, nur weil er einer bestimmten Gruppe angehört, davon ausgehen, dass er etwas nicht so gut kann, selbst wenn die Gruppe, der er angehört, etwas tatsächlich im Schnitt nicht so gut kann.

Denn ausgerechnet dieses Individuum, das da vor mir steht, könnte ja zu den Mitgliedern seiner Gruppe zählen, die vom Gruppendurchschnitt deutlich abweichen, die zwar selten sein mögen, die es aber doch gibt.

Angenommen, Deine Annahme stimmte, was ich bestreite, aber sei's drum, und Frauen wären im Schnitt egoistischer als Männer.

Dann könnte es trotzdem sehr viele Frauen geben, die weniger egoistisch wären als viele Männer und warum sollte ich die ausschließen von Ämtern/Wahlen etc.

Eine fähige, nicht egoistische Frau wäre sehr viel mehr in meinem Interesse als ein unfähiger egoistischer Mann.

Dehalb führt kein Weg an Gleichberechtigung vorbei, wenn ich wirklich den Bestgeeigneten für ein Amt suche, denn ich kann nicht von vorneherein einfach eine Gruppe ausschließen, obwohl sich vielleicht gerade in der der Bestgeeignete finden ließe.

Im übrigen wurden alle frauenprivilegierenden Maßnahmen von mehrheitlich männlich besetzten Gremien durchgesetzt, seit jeher.

Die dumpfbackigsten FeministInnen sind nicht selten männlich, Frauenbeschützer und Muttersöhnchen, weiße Ritter und feministische Kavaliere, die vor Bereitschaft zum Minnedienst schier zerspringen.

Da sähe ich doch lieber eine Astrid von Friesen auf einem Entscheiderposten als solche schmierigen Lila Pudel, die dem Mösenduft hinterjapsen, vor Scham und Schuldbewusstsein ob ihres "Mannseins" platzend, eifrigst bemüht, alles zu tun, damit Mutti sie wieder lieb hat, bemüht, zu beweisen, dass sie "gute Männer" sind.

Was nützt es denn, dass diese grätenfreien Salatschnecken sich Männer nennen dürfen?

Lieber eine kernige Frau als solche Quallen.


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