Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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"Wer ficken will, kann dabei die Klappe halten." - VIELEN DANK!

Ekki, Saturday, 17.07.2010, 12:39 (vor 5658 Tagen) @ Sven

Hallo Sven!

Zunächst einmal Entschuldigung für die späte Antwort. Ich hatte in den letzten Tagen unheimlich viel um die Ohren (nein, keinen Lärm - Arbeit!).

Ich hoffe, Du liest diese Antwort überhaupt noch.

Diese Erwiderung zeigt eigentlich nur, dass sich jemand mit
Argumentationen nicht auseinandersetzen will und daher auf seiner Meinung
beharrt

Stimmt. Und das ist eigentlich schon bezeichnen genug.

von irgendwelchen "heiligen" Standpunkten sehe ich da nichts. ;)

Da bin ich "vorgeschädigt":

Zum einen bin ich im Leben immer wieder auf Personen gestoßen, die ihre sexualfeindliche Einstellung religiös begründeten.

Zum anderen lassen ja die organisierten Religiösen keine Gelegenheit, ihre diesbezügliche Einstellung in die Welt hinauszuposaunen.

Und das betrifft nicht nur die Inquisitions-Mumien im Vatikan, die wie eine kaputte Schallplatte wiederholen: "Wir sind unerbittlich bei unserer Einstellung, daß jeder Geschlechtsakt die Möglichkeit der Zeugung in sich zu schließen hat."

Das betrifft auch diejenigen, die von besagten Mumien in der Öffentlichkeit als angeblich "liberale Vertreter" vorgeschoben werden:

Der diese Feigeblatt-Funktion erfüllen sollende[/u] Trierer Bischof Ackermann, der mit der Aufarbeitung von Mißbrauchsfällen beauftragt ist, vertrat in Interviews die oben zitierte Auffassung.

um das ich ihn beneide und das mir versagt ist, ist die häufigste Reaktion,
ihm genau dieses madig zu machen. Frag in Wohnblöcken mal die älteren Damen
des Hauses, was sie von der gelebten Sexualität der jungen Damen halten,
mit deren Nachbarschaft sie gesegnet sind.

Zum einen habe ich mich im Ausgangsposting http://www.wgvdl.com/forum/index.php?id=136067&page=1&category=0&order=time selber ausdrücklich dazu bekannt:

(Vernehmliche Lustschreie haben mir übrigens gelegentlich zu schaffen
gemacht - aber nicht wg Ruhestörung, sondern aus purem Neid!)

Zum anderen aber - und nur darauf kommt es hier an:

Seit wann ist Neid ein Grund dafür, gegen das, was den Neid auslöst, juristisch vorzugehen - und wie kommen die Gericht darauf, diesem Begehren auch noch stattzugeben?![/u]

Nenne mir bitte irgendein analoges Beispiel aus anderen Lebensbereichen dafür!

Zu gerne würde ich die Urteilsbegründungen in den entsprechenden Angelegenheiten, von denen ich immer nur aus der Presse erfahre, lesen.

"Heilig" sind Handlungen, die der Gottessphäre zugehörig sind. Das trifft
zweifelsohne für Kirchenglocken und Gottesdienste zu. Inwieweit der
Geschlechtsakt selbst sakral ist, erschließt sich mir jedoch nicht.

Mir auch nicht - das Obige war ja durchweg ironisch gemeint.

überbordende Sexualisierung der Gesellschaft lediglich eine Reaktion auf
ihre vormalige Unterdrückung qua religiöser Bevormundung ist. Nur: Was hat
das mit diesem Thread zu tun, in dem überhaupt keine religiösen Themen
genannt wurden?

Noch einmal - ich gebe zu, hier durch einschlägige Lebenserfahrung vorgeschädigt zu sein.

Andererseits sind eine verklemmte Einstellung zur Sexualität einerseits und Religiosität andererseits auch und gerade nach Aussage religiöser Menschen so eng korreliert, daß ich mich solcher Konnexe einfach nicht erwehren kann.

handlungsunfähig, ihre Sexualität zu verträglicheren Zeiten auszuleben. Der
Großteil dieser Klagen bezieht sich nämlich auf Sex nach Mitternacht.
Entsteht dem erwachsenen Menschen dadurch nun ein "dauerhafter Schaden" ?
Wohl kaum.

Da bin ich jetzt zu wenig Psychologe oder was auch immer man sein müßte, um diese Begründung beurteilen zu können.

Mir erschließt es sich dennoch nicht, warum etwas, was in Bezug auf Kinderlärm vermutlich sogar richtig ist (daß es nämlich schädigend wirkt, wenn man die mit einer bestimmten Tätigkeit verbundene Geräuschentwicklung, welche ihrerseits Ausdruck von Emotionen ist, unterdrücken muß), in Bezug auf den Geschlechtsverkehr falsch sein soll.

Natürlich ist nicht jede(r) dabei gleich laut, aber wer eben aus seinem Empfinden heraus so reagiert, soll es m.E. sein dürfen.

Herzliche Grüße von

Ekki

--
Ich will ficken, ohne zu zeugen oder zu zahlen.
Lustschreie sind mir wichtiger als Babygeplärr.


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