Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Ich denke schon, - WICHTIGE Ergänzung!

Ekki, Monday, 07.06.2010, 18:21 (vor 5693 Tagen) @ Robert

Hallo noch mal!

Die ganze Diskussion krankt u.a. auch daran, daß zumindest unterschwellig suggeriert wird, die Alternative bestünde im Kinderwunsch oder im fehlenden Kinderwunsch.

Tatsache ist jedoch:

Auch Männer, die Kinder wollen und/oder bereits haben, sind unter den obwaltenden Umständen den Frauen völlig ausgeliefert bei den Fragen ...

... wann sie zum ersten Mal Kinder wollen,
... ob sie noch weitere Kinder wollen.

Dies nur, um dem Eindruck entgegenzutreten ich sei mir entweder der Gefahr eines Aussterbens der Menschheit nicht bewußt oder wolle dieses Aussterben aus irgendwelchen sinistren Gründen gar heraufbeschwören.

Mir fällt durchaus auf, daß es in einer alternden Gesellschaft wie der unsrigen den weniger werden jungen Menschen an Sexualpartnern mangelt[/u].

Außerdem:

Es ist m.E. völlig unvertretbar, daß - aller äußerlichen "Übersexualisierung" zum Trotz - junge Menschen nach wie vor (oder schon wieder?) zu "Keuschheit vor der Ehe" angehalten werden.

Ich habe hier mehrfach - und zum Unwillen Vieler - dargelegt, daß ich in dieser Hinsicht meine ganz persönlichen Traumatisierungen hinter mir habe.

Ich will das hier jetzt nicht wieder im Einzelnen ausbreiten, sondern lediglich konstatieren:

Das ständige Jammern über unsere angeblich so permissive Gesellschaft ist m.E. eine Propagandakulisse, hinter der die alt-neue Verklemmtheit die grauenhaftesten Blüten treibt.

Und die Kulisse der Kulisse ist die allgegenwärtige Erotisierung, die im realen Leben kaum jemand wirklich erlebt.

Und diejenigen, denen an einer Perpetuierung der alten Moral gelegen ist, beklagen auf das Scheinheiligste, daß hier völlig irreale Erwartungen geweckt würden, während sie in der Tiefe ihrer teuflischen[/u] Seele genau wissen:

Durch die allgegenwärtigen Sexsymbole wird ein Bedürfnis in den Menschen geweckt und wachgehalten, welches ihnen gleichzeitig eine scheinbare Befriedigung dieses Bedürfnisses suggeriert. Aufgrund dieser - im Grunde genommen irrenhausreifen - Selbsttäuschung kommen die Menschen dann nicht auf den Gedanken, sich zu fragen, wie viel an real existierender Sexualität sie denn erlebt haben, und vor allem: wer sie gegebenenfalls an solchen Erlebnissen hindert.

Vor dieser Kulisse kann man dann z.B.:

- Rendezvous verhindern,
- auf mehr oder weniger subtile Art und Weise Angst vor dem realen Ausleben der Sexualität säen
und was dergleichen Teufeleien mehr sind.

Vor diesen Moralisten kann ich nur ausspucken.

Gruß

Ekki

--
Ich will ficken, ohne zu zeugen oder zu zahlen.
Lustschreie sind mir wichtiger als Babygeplärr.


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