Welt Online zum Männerkongress: Experten fordern mehr Gerechtigkeit für Männer
Auch hier sind wie so oft, etliche Kommentare besser als der Artikel.
Keine Frage, ein Männerkongress, noch dazu der erste, hat schon was.
Dennoch schwant mir da nicht viel Gutes. Vielleicht sollte ich meinen Nick in Unke umbenennen. Nehmen wir uns mal ein paar Zeilen vor:
"Wenn der Anteil früh verunsicherter Männer weiter steigt, werden unseren starken Frauen die passenden Partner ausgehen", prophezeien Wissenschaftler."
Da kommt mir doch das Frühstück hoch. Darf auf dieser Welt irgendetwas stattfinden, welches originär Männer betrifft? Ganze ohne Bezug auf das, was Frauen wünschen, wollen, fordern?
Fast scheint es nichts sei katastrophaler, als wenn es Frauen an irgendwas mangelt. Da darf Mann sich sogar zu Kongressen entschließen.
Und natürlich kann es sich nur um das Problem der verunsicherten Männer handeln. Niemals um zornige, frustrierte, gedemütigte, ausgeraubte. Verunsicherte Männer- das ist Labsal vieler Frauen - sie dürfen sich unglaublich mächtig fühlen. Marschrichtungszahl des Kongresses vorgegeben? Bäh!
Nächster Satz:
" Prekär sei vor allem der eklatante Mangel an männlichen Erziehern in Kindergärten und Schulen."
Ah die Experten! Mangel an männlichen Erziehern...
Wo waren diese Experten all die Jahre, als sich Kerle in Foren die Finger wund tippten, um diesen Misstand in die Öffentlichkeit zu tragen? Wo? Wer hat damals die Kritik Roter- und anderer Männer an- geschweige denn aufgenommen ?Wen hat dieser Umstand aus dem Soziomilieu in den zurückliegenden 30 Jahren je gekümmert? Nun also:
"Experten erstmals über den "gefährdeten" Mann."
Sie können nicht anders - JournalistInnen und Experten. Wenn schon über Männer berichten, dann als Mängelwesen, schwach, verunsichert, gefährdet.
Starke Männer, die trotzdem etwas zu sagen, beizutragen hätten, die vielleicht in die Gestaltung zukünftiger Verhältnisse einbezogen werden müssen- Fehlanzeige.
Aber ich höre es schon - besser spät, als nie? Ich schau mal weiter inder onlineWelt:
"Männer in Deutschland sterben fünf Jahre jünger als Frauen, begehen dreimal so häufig Selbstmord, und Jungen sind die eindeutig schlechteren Schüler. Vielfach fehlten den Söhnen in den Familien „emotional präsente Väter“ und in Kindergärten und Schulen verständnisvolle männliche Erzieher, kritisierte der Düsseldorfer Psychoanalytiker Prof. Matthias Franz."
Fault JuornalistInnen eigenlich die Pfote ab, wenn sie gelegentlich die ganze Wahrheit schrieben? Obiger Satz ist ja wahrheitsgemäß; die ganze Wahrheit bedürfte allerdings eines vorgestellten oder nachgestellten Satzes, etwa so: Seit Jahrzehnten weisen Kritiker deutscher frauenzentrierten Politik auf bislang kaum beachte Folgen.
Ich erlaube mir diesen Hinweis, weil die seit langem Fakten sammeln, analysierenden, kritisierenden Männer offenbar nicht zu den Experten zählen.
Um was für ein Experte es sich bei Prof. Matthias Franz handelt habe ich ein wenig ergoogelt, hier ein Blick auf seine Denke: Link
"Die Delegation elterlicher Funktionen an konstant vorhandene, bestens ausgebildete und bezahlte Bezugspersonen beiderlei Geschlechts in Krippen, KiTas und Schulen, welche in der Lage sind kindgerechte Bindungsangebote in kleinen Gruppen oder Klassen besonders für die ganz Kleinen über einen langen Zeitraum zur Verfügung zu stellen, ist wegen unzureichender Ausstattung und Qualifikation immer noch mehr Wunsch als Wirklichkeit...
...Wir müssen den elementaren Zusammenhang von Bindung und Bildung von Beziehung und Erziehung endlich als strategisches gesellschaftliches Projekt begreifen, formulieren und zumindest die vorhandenen Programme auf breiter politischer Basis umsetzen."
Kinderklau? Elternentmündigung im Namen "Unterstützung" ?
Das geht wohl nicht ganz ohne Männer, sie müssen - schwach und verunsichert wie sie nun mal sind- in das strategische gesellschaftlich Projekt "Femistaat und Erziehung" eingebunden werden. Wozu- das überlasse ich der Phantasie des Lesers.
"Es ist höchste Zeit, die kollektive Verleugnung dieser Problemzusammenhänge aufzubrechen-, forderte der Experte vom Institut für Psychosomatische Medizin der Universität Düsseldorf. Rund 350 Wissenschaftler diskutieren hier am 19. und 20. Februar über den "gefährdeten" Mann." So die Welt.
Es ist schon lange Zeit. Nicht um irgendetwas aufzubrechen, was Medien und Experten kollektiv verleugneten und nicht recht zur Kenntnis nahmen: Feministisch unterwanderte Institutionen bis hin zum Staat haben sich ein Scheißdreck um Männer gekümmert. Kollektive werden immer gern bemüht, wenn es eigenes Versagen zu ummänteln gilt. Ich vernehme schon einige Jahrzehnte das Volk grummeln , das dies oder jenes nicht richtig sei...
Freilich nicht so exakt, wie es die Leute bei Manndat in den Väter - und Männerforen formulieren. Nicht das Kollektiv leugnet, es sind andere, die Missstände vertuschen. Hier im Forum sind einige der Ignoranten längst mit Namen genannt.
Ich spiele mal Wahrsager und sage das Ergebnis des Kongresses vorher:
Patriarchalische Rudimente müssen beseitigt, alte Männerrollen verändert werden und zwar so, dass sie den Frauenforderungen gerecht werden. In Bezug und Familie sowieso. Kinder gehören mehr als bisher in professionelle Hände, weil Eltern teils zu doof sind, teils in der Arbeitswelt gebraucht werden. Und nicht zu vergessen: Männer müssen von Frauen lernen, wegen deren besserer - anpassungsfähigeren - Sozialisation, einhergehend mit größeren Sozialkompetenzen. Noch im Nebel liegt die Frage nach der Umerziehung des gewaltätigen Mannes. Mag sein, dem geht es diesmal nicht an den Kragen.
Aber halt! Nicht alle Männer müssen alles lernen. Soziologen und Psychoanalytiker sind als starke Männer und Oberlehrer der Nation davon befreit- sie wissen sowieso alles besser und richten deshalb den 1. Männerkongress aus. In Düsseldorf, der Stadt die einer gewissen Tabelle den Namen gibt.
Die kommt auf dem Kongress nicht vor - sagt mir meine Kristallkugel. Scheidungsprobleme bestenfalls in einem Beitrag zu männlicher Bindungsunfähigkeit, vielleicht mit ein wenig Individualproblematik angereichert.Kuckuckskinder auch nicht. Missbrauch mit Missbrauch schon gar nicht.Ihr wisst schon - die ganze Palette tatsächlicherMännerprobleme.
Genug geschaut, ich wende mich schaudernd von meiner Glaskugel und schau auf die Ankündigung, auf das was da kommen wird:
"Die von der Politik derzeit stark protegierten "Neuen Väter" zeigen aber auch, dass bestimmte "Qualitäten" von Männern nach (behauptetem) gesellschaftlichem Bedarf aktualisiert werden" ((Prof. Martin Dinges : Hoffnungen für den neuen Mann?)
"Konzepte zur Bedeutung des Vaters werden Ursachen und Folgen der heutigen,
trennungsbedingten Vaterlosigkeit u.a. auf der Datengrundlage der Düsseldorfer
Alleinerziehendenstudie dargestellt. Auch hier zeigt sich, wie in anderen epidemiologischen
Studien, eine erhöhte psychosoziale Belastung alleinerziehender Mütter..."
(Prof. Matthias Franz)
"Mein Vortrag behandelt die Entstehung der Sexualität in der Evolution und die Konsequenzen die sich daraus im Laufe der Evolution für die Geschlechter ergeben haben."(Prof. Karl Grammer)
Der entwertete Mann (Prof. Walter Hollstein) Zu diesem Mann habe ich genug getippt
"Die verhängnisvolle Fixierung auf die tradierte Männerrolle
Diese Differenz der Geschlechter, auch und gerade ihre gesundheitlichen Unterschiede,sind nicht - wie häufig angenommen wird - genetisch programmiert und festgeschrieben." Klaus Hurrelmann
Ein wenig Hoffnung auf sachlich wichtige Aspekte heutigen Mannseins hege ich noch bei dem wackeren Amendt, aber langsam trau ich nicht mal mehr ihm, auch verschleißt - wie mir scheint- im Kampf der Windmühlen. Sein Thema:
"Der verlassene Mann
...Es werden Perspektiven zukünftiger entideologisierter Bearbeitungsformen für Scheidung und
Partnerschaftsabbruch dargestellt, die sowohl deren schweren Auswirkungen für die im Konflikt
sprachlos verbundenen Erwachsenen mildern. Die aber ebenso die sequentiellen
Traumatisierungen der Kinder wie die intergenerationellen Weitergaben äußerst
problematischer Erfahrungen unterbinden, die zugleich Elemente einer gesellschaftlich
wirksamen Blockierung der Kinderwunschentstehung sind."
Bin gespannt, was die Experten für uns vorsehen. Die 1. Düsseldorfer Vorhersehung sozusagen. Eugen Maus oder so ist nicht dabei, oder?
Wozu auch.Experten unter sich....
Deshalb erwarte ich nüscht
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Grüße!
© Unke Narrowitsch
--
Extemplo simul pares esse coeperint, superiores erunt-
Den Augenblick, sowie sie anfangen, euch gleich zu sein, werden sie eure Herren sein.
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- Welt Online zum Männerkongress: Experten fordern mehr Gerechtigkeit für Männer -
Christine,
16.02.2010, 18:57
- Welt Online zum Männerkongress: Experten fordern mehr Gerechtigkeit für Männer - Oliver, 16.02.2010, 19:36
- Welt Online zum Männerkongress: Experten fordern mehr Gerechtigkeit für Männer - Eugen, 16.02.2010, 21:59
- Welt Online zum Männerkongress: Experten fordern mehr Gerechtigkeit für Männer -
Narrowitsch,
16.02.2010, 22:00
- Welt Online zum Männerkongress: Experten fordern mehr Gerechtigkeit für Männer -
Holger,
17.02.2010, 01:02
- Sehr witziger Text. (kwt)
-
Movemen,
17.02.2010, 02:14
- Welt Online zum Männerkongress: Experten fordern mehr Gerechtigkeit für Männer -
Narrowitsch,
17.02.2010, 10:56
- Welt Online zum Männerkongress: Experten fordern mehr Gerechtigkeit für Männer - Holger, 17.02.2010, 17:25
- Welt Online zum Männerkongress: Experten fordern mehr Gerechtigkeit für Männer - ajk, 17.02.2010, 12:06
- Sehr witziger Text. (kwt)
- Ja es nervt! - ajk, 17.02.2010, 12:03
- Welt Online zum Männerkongress: Experten fordern mehr Gerechtigkeit für Männer -
Holger,
17.02.2010, 01:02