Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Die übliche Einseitigkeit

Diego, Tuesday, 02.02.2010, 00:34 (vor 5812 Tagen) @ RichardT

Ich kann dem H IV Bezieher keinen regulären Arbeitsplatz geben wenn
a) Geschäft durch schwarz arbeitende H IV Bezieher weggenommen wird und
b) sich keiner auf Angebote meldet.

Schon wieder eine unbewiesene und diffamierende Unterstellung! Wieviele HIV-Bezieher arbeiten denn konkret schwarz - und im Vergleich mit schwarzarbeitenden Lohnempfängern? Ich bin mir sehr sicher, dass der überwiegende Teil der Schwarzarbeit durch oder mit Wissen (und Equipment) von Firmen und nicht durch unqualifizierte Hilfsarbeiter erbracht wird. Schwarz gearbeitet wird auch im Sektor der qualifizierten Berufe und Dienstleistungen - was im Widerspruch zu der statistisch erfassten niedrigen Qualifikation der meisten HIV-Bezieher steht. Und wenn, wie kürzlich in der Zeitung stand, jeder 7. Euro durch Schwarzarbeit verdient wird, dann sollte doch wohl klar sein, dass es sich dabei mehrheitlich nicht um personengebundene Einzelleistungen handeln kann, sondern dass da große Fische am Werk sind. Diesen Teich sollte man mal austrocknen, anstatt auf Arbeitslose einzudreschen.
Nicht zuletzt ist ein solches Volumen an Schwarzarbeit auch ein Indiz dafür, dass das Lohnniveau schlichtweg zu niedrig ist und somit überhaupt erst ein Anreiz zur Schwarzarbeit geschaffen wird. Anreiz ist ein in Zusammenhang mit Hartz-iv bekanntermaßen häufig gebrauchtes Sujet. Erstaunlich dass selbiges auch dann zum tragen kommt, wenn HarztIV das Lohnniveau drückt und damit eine Spirale in Gang setzt, für deren Auswirkungen dann wieder die HIV-Bezieher verantwortlich gemacht werden. Aber das Verstehen von komplexen Zusammenhängen ist halt nicht jedermanns Sache - erst recht nicht die der angeblichen Eliten".


Und wenn sich niemand auf "Angebote" meldet, dann wird das am Angebot selbst liegen. Das sind dir Regeln des Marktes, nicht wahr?

Meine Privatfirmen haben mir immer ordentliche Preise bezahlt.
Nur da wo es öffentlich oder ö-r wurde gabs nix zu verdienen.

Logisch! Öffentliche Aufträge müssen durch Steuergelder finanziert werden können, die schmeissen nicht gerade mit Kohle um sich. Und seitdem die Bundespolitik den Ländern und Kommunen einen nicht unerheblichen Teil der Finanzierung des Gemeinwesens ohne entsprechenden Ausgleich aufgebürdet hat, hat sich die Situation noch deutlich verschlechtert. Früher wurden öffentliche Aufträge sehr gerne genommen, weil man wusste was man bekommt. Heute werden solche Aufträge nur noch angenommen, wenn es nicht anders geht. Die säumigsten Zahler, im Sinne der Verlängerung des Zahlungsziels und Projektabnahmen, ist die öffentliche Hand; Allerdings nur bei kleinen und mittelständischen Firmen. Bei den Großen wird nicht gespart, da wird sogar immer wieder Geld nachgeschoben.

Nebenbei bemerkt, Linke geben in der Regel das mieseste Trinkgeld.

Tragen Linke irgendwelche Merkmale, die sie als solche erkennbar machen, oder woher weißt du, dass es sich um Linke gehandelt hat? Und gibt es davon abweichend nicht auch das verbreitete Vorurteil, dass es die Wohlhabendenen sind, die das niedrigste oder gar kein Trinkgeld geben?

Und überhaupt, in welcher Funktion hast du denn gearbeitet, dass du Trinkgeld bekommst?


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