Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Wozu die ganze Aufregung?

Ekki, Thursday, 03.03.2005, 18:09 (vor 7642 Tagen) @ Nick

Als Antwort auf: Wozu die ganze Aufregung? von Nick am 03. März 2005 15:04:50:

Hallo allerseits!

Sieh es doch mal so:
Ein Ich-Bewußtsein haben Babies ja bekanntlich noch nicht. Auch Lesen und Schreiben können sie nicht. Und beim Fensehen erkennen sie nicht mal die Teletubbies. Deshalb handelt es sich sowieso nicht um richtige Menschen, sondern strenggenommen immernoch um "himbeerähnliche Gebilde", die Krach machen und nix bringen.
Daraus folgt: Beim Verhungernlassen eines 4-monatigen Säuglings handelt sich einfach um eine Abtreibung im 13.Monat, aus sozialer Nortlage der Frau.
Abtreibung ist ja bekanntlich ein Frauenrecht. Man müßte nur die "Beraungspflicht" entsprechend ausweiten und verlängern.
Wie wär's übrigens mit dem Recht auf Abtreibung bis zum 6. Lebensjahr (vor der Einschulung)? Das wäre doch nur konsequent.
Meint und findet
der Nick

Von dem Zeitpunkt an, von dem die Leibesfrucht als Mensch kenntlich ist, sollte auch meiner Meinung nach Abtreibung nicht mehr zulässig sein.

Ab wann das der Fall ist, darüber ist viel diskutiert worden, es scheint sich jedoch der Zeitpunkt von 12 Monaten als konsensfähig herauskristallisiert zu haben.

Ich kann mir nicht vorstellen, daß irgend jemand hier im Forum - egal, wie er zur Abtreibung steht - nicht von Grauen gepackt würde angesichts der Nachricht im Ausgangsposting.

Damit ist aus meiner Sicht der Vorwurf entkräftet, Abtreibunsbefürworter hätten "die Mentalität von Mördern".[/i]

Außerdem unterstreiche ich noch einmal, daß ich - wie wohl die meisten Abtreibungs-"Befürworter" - die Abtreibungen zwar als Möglichkeit bestehen lassen, im Übrigen aber durch bestmögliche Empfängnisverhütung minimieren möchte, da ich nicht der Ansicht bin, daß dieser Eingriff ein "Spaziergang" sei.

Man kann es nicht oft genug wiederholen:

Die "Abtreibungs"-Diskussion ist im Wesentlichen eine Diskussion darum, ob und in welcher Form Empfängnisverhütung akzeptabel ist.[/u]

Abtreibung ist keine Empfängnisverhütung, sondern die Beseitigung der Folgen einer bereits stattgefundenen Empfängnis.

Es ist richtig:

Jeder einzelne Fall von Abtreibung ist problematisch.

Aber wer die Minimierung unerwünschter Schwangerschaften durch Empfängnisverhütung als "unmoralisch" ablehnt, handelt in meinen Augen genauso rigoros wie jemand, der Abtreibung "locker vom Hocker als Banalität ansieht".[/u]

Gruß

Ekki

Gruß

Ekki


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