Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 1 - 20.06.2001 - 20.05.2006

67114 Postings in 8047 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

Re: Feministentreff bei Maischberger

scipio africanus, Wednesday, 02.03.2005, 12:59 (vor 7644 Tagen) @ Garp

Als Antwort auf: Feministentreff bei Maischberger von Garp am 02. März 2005 00:47:01:

Heute mal wieder eine Offenbarung über männliche Feministen.
Bei Maischberger zu Gast:
Heiner Geißler
Daniel Cohn-Bandit
Eugen Drewermann
Dietrich Grönemeyer
Zu hören gab es aber wirklich jedes Klischee:
Angefangen über die böse katholische Kirche, die keine Priesterin haben will und die Abtreibung bekämpft und somit vergewaltigte Frauen ins Elend stürzt.

Alles Statements, wo der Beifall gewiss und auch erwartet wird. Mit einem Wort : opportunistisch

Grönemeyer daraufhin sehr politisch korrekt. „Es gibt auch sehr gute Moslems, auch in Deutschland werden zehntausende von Frauen in den Ehen vergewaltigt“

Hier hat der Gute mit einem kleinen Dilemma zu kämpfen. Er will aufgeschlossen und tolerant anderen Kulturen und Wertvorstellungen begegnen, kann aber nicht leugnen, dass Zwagsehen kein Problem der deutschen Kultur sind. Deshalb : Es gibt auch sehr gute Moslems ! Wer hätte das gedacht ! DAS musste mal gesagt werden.

Dieses Gutmenschengesocks in seinem Geltungsdrang und vorauseilenden Schuldbekenntnissen ist unfassbar. Alles Männer weit über 50 Jahre in einer großartigen Selbstdarstellung als Beschützer armer diskriminierter Frauen.

Es sind vor allem Männer in privilegierter Stellung, die, so scheint mir, ihre Privilegien zu rechtfertigen versuchen, indem sie sich als die wahren Frauenversteher und Fraueninteressensvertreter in den Medien darstellen.

Irgendwie wünsche ich diesen Herren mal eine nette Begegnung mit frustrierten, arbeitslosen jungen Männern, ohne Bildungschancen, zu einer kleinen Lehrstunde über die harte Realität.

Da ist Hopfen und Malz verloren.

Geisler ist richtig süchtig nach Beifall und Anerkennung. So kritisiert er scharf, was so ziemlich jeden stört, nämlich die steigenden Aktienkurse aufgrund gleichzeitiger Entlassung von Mitarbeitern. Da ist der Beifall sicher. Dabei folgen diese Manager nur dem kapitalistischen Grundprinzip "Profitmaximierung", handeln somit gemäss den Spielregeln. Will Heiner den Kapitalismus abschaffen oder was ? Hätte mich mal interessiert, wie er sich abseits von opportunistischer Empörung diesem Problem in den Zeiten der Globalisierung stellt, wo die Soziale Marktwirtschaft durch die Globalisierung und Auslagerung von Arbeitsplätzen unterlaufen werden kann.

Scipio, der sich auch politisch korrekt empören kann


gesamter Thread:

 

powered by my little forum