Re: Wo ist der Grund dafür?
Als Antwort auf: Re: Wo bleiben die Kinder? von Andreas am 27. Februar 2005 13:11:35:
Hallo!
Ich will da vielleicht mal noch einen anderen Aspekt einbringen. Ich frage mich selbst immer wieder: aus welchen Gründen sollte ich mich als Mann eigentlich noch für Kinder entscheiden? Wie sieht denn die Bestandsaufnahme aus? Ich meine damit nicht nur den finanziellen Gesichtspunkt. Die meisten Ehen und Partnerschaften werden heute nach kurzer Zeit wieder aufgelöst. Spätestens nach dem Ende der Partnerschaft wird der Mann als "fünftes Rad" am Wagen aus der Familie entsorgt. Angenommen, ich habe ein 3jähriges Kind. Was habe ich dann davon, wenn ich das Kind entweder gar nicht mehr sehen darf oder nur noch alle 3 Wochen 2 Stunden lang. Alles, was eine Vaterschaft eigentlich ausmacht, bleibt mir dann verwehrt. Ich kann nicht beobachten, wie das Kind aufwächst, da sind die ersten Worte, die ersten Schritte - das alles bleibt dem entsorgten Vater vorenthalten. Wenn das Kind Probleme hat, kann man nicht helfen. Die Schulzeit, Jugend - das kann man(n) nur aus der Entfernung betrachten (wenn überhaupt). Der Vater darf zahlen, aber das Kind bleibt im ewig fremd.
Vielen Männern ist das noch gar nicht klar. Die Zukunft sieht hier nicht sehr rosig aus. Und wenn sich diese Erkenntnis unter den Männern erst einmal durchsetzt, dann wird die Geburtenrate wahrscheinlich noch weiter sinken. Dann gibt es für Männer nur noch zwei Möglichkeiten: entweder keine Kinder oder ab ins Ausland, um eine Frau zu finden, für die Partnerschaft noch etwas mit Verantwortung zu tun hat. Schwierige Frage!
Gruß
Andreas<<<
Hallo
Das hier einer der maßgeblichen Gründe für Männer liegt, Kinder erst gar nicht in die Welt zu setzen, ist unbestreitbar.
Aber der Hintergrund, welcher solches Umdenken in Gang setzt, ist ebenso wichtig, denke ich. Dazu ein Link aus selbiger Quelle:
http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~E162CBC81F79B491B8CB2F0CD7...
Hier sind die Folgen einer Politik zu ersehen, in welche man die gewollte Dezimierung der Bevölkerung interpretieren kann.
Zitat:
"Deutschland hält drei demographische Weltrekorde. Erstens: Es ist das Land, in dem die Bevölkerungsschrumpfung infolge der niedrigen Geburtenrate am frühesten begann, in den alten Bundesländern ab 1972; in der DDR begann die Bevölkerung ab 1969 zu schrumpfen."
Ende
Annmerkung: Zweitens & drittens bitte selbst lesen auf der Web....
Vier Jahre später, also 1976, löste das sogenannte Zerrüttungsprinzip bei einer Ehescheidung das bis dahin bestehende sogenannte Schuldprinzip ab.
Dahinter steckt der moralistische konservativ-christliche Ansatz und damit verbundene Zwang von der angeblichen Heiligkeit und Unauflösbarkeit der Ehe. Quelle: http://www.vaeternotruf.de/zerruettungsprinzip.htm
und: http://www.vaeternotruf.de/schuldprinzip.htm
Wo zuvor, wie ja bekannt ist, nur der Schuldige zum zahlen verpflichtet wurde, gab es danach mit dem Unterhaltsgesetz zwar keine formale Schuldsprechung mehr, wohl aber die gesetzlich verankerte Unterhaltspflicht.
Diese pervertierte (vor allem unter rot/grün) und machte aus den Vätern reine Zahlesel, die auf Sozialhilfeniveu ihr Leben fristen, wärend sie zusätzlich um den Kontakt zu ihren Kindern erbittert kämpfen müsse...und verlieren.
Auf der anderen Seite (der Frauen / Mütter) wurde es so zu einer Art Lebensversicherung (vor allem im Ehegattenunterhalt), ohne eigenes Risiko.
Hinzu kommt die Unsagbarkeit dessen, was seit dem mit dem Begriff "Kindeswohl" an Unrecht und Missbrauch getrieben wird.
Die seit Jahren ständig wiederholte Formel der "Benachteiligung der Frauen" ergänzt diese Unart und schafft ein grundlegend misstrauisches, von überzogenen Erwartungen geschwängertes Klima zwischen den Geschlechtern.
Das denkbare Ziel der Bevölkerungsdezimierung ist ja beinahe erreicht.
Der einhergehende, sozialpolitische Pferdefuss hat seinen Rundumtritt aber noch nicht beendet. Denn durch den jahrelangen Geburtenrückgang, beruhend auf politische Entscheidungen zu Lasten der Männer, müssen die Kosten auf immer weniger Schultern verteilt werden (die aktuellen Arbeitslosenzahlen sagen genug darüber aus).
Einerseits wird der Geburtenrückgang beklagt und als Übel angesehen, ohne das aber auf der anderen Seite die richtigen Konsquenzen folgen.
Selbst aus jahrelangem Wissen darum, gibt es in der derzeitigen Politik kein Umdenken, weil es ideologisch nicht vertretbar wäre.
Die Krone des ganzen bildet schliesslich die Ignoranz der Justiz, welche eiskalt jedes natürliche Recht der Väter an ihren Kindern missachtet und alles, in scheinheiliger Hilflosigkeit, vom Willen der Mütter abhängig macht.
In anderen Ländern der Erde explodiert die Bevölkerung beinahe, wärend wir hier immer weiter auf einen Abgrund zugetrieben werden, dessen Ende unsichtbar bleibt. Somit hat sowohl die bevorzugte Frauenpolitik, wie auch deren einhergehende Benachteiligungstheorie insgesamt den Erfolg der Bevölkerungsdezimierung beinahe geschafft.
Rechnet man heute noch die Zerstörung der Wirtschaft durch die Politik hinzu (denn dort liegt ja für die meisten Menschen die Lebensgrundlage), welche sich in Abwanderungen von Konzernen, Kündigungen der Mitarbeiter, sowie künstlicher Verteurung der Energien zeigt, dann wird es duster.
Der "grüne Geist" ist lange vermodert und hat sich auf Ausbeutung der menschlichen Resourssen verlagert.
Der "rote Geist" gefällt sich im Zeitgeist grüner Fantasien.
Der Rest verkommt im Flickwerk von Reformen, welche bislang nur denen Vorteile brachten, die eh schon genug hatten.
An diesem Wirrwarr auch noch Kinder zu beteiligen, unter dem dogmatischen Zeitgeist ideologischen Wahnsinns, ist kaum noch zu verantworten.
MeckMax
gesamter Thread:
- Wo bleiben die Kinder? -
Odin,
27.02.2005, 05:15
- Was ganz neues: "Männer werden geradezu diskriminiert" - Sven, 27.02.2005, 10:40
- Prof. Uta Meier-(Gräwe) - Garp, 27.02.2005, 14:09
- Re: Wo bleiben die Kinder? -
blendlampe,
27.02.2005, 14:51
- Re: Wo bleiben die Kinder? -
Andreas,
27.02.2005, 15:11
- Re: Wo ist der Grund dafür? -
MeckMax,
01.03.2005, 23:43
- Re: Wo ist der Grund dafür? - Odin, 02.03.2005, 01:51
- Re: Wo ist der Grund dafür? -
MeckMax,
01.03.2005, 23:43
- Re: Wo bleiben die Kinder? - Friedwilli, 27.02.2005, 17:29
- Re: Wo bleiben die Kinder? -
Andreas,
27.02.2005, 15:11