Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Wo bleiben die Kinder?

Friedwilli, Sunday, 27.02.2005, 17:29 (vor 7646 Tagen) @ blendlampe

Als Antwort auf: Re: Wo bleiben die Kinder? von blendlampe am 27. Februar 2005 12:51:24:

Warum bleiben so viele Kinderwagen leer? Nicht nur Frauen, auch Männer wollen immer weniger Kinder. Aber in Studien und Familienpolitik werden die zögernden Väter bisher kaum beachtet. Ein folgenschweres Versäumnis.

Welche eine Erkenntnis. Da muss wirklich nackte Verzweiflung herrschen, wenn nun sogar bahnbrechende Neuigkeiten wie "auch Väter brauchts, um Kinder zu machen" in die entfernten Ausläufer des Feminats vorgedrungen sind. Was ist das jetzt? Das letzte Aufgebot? Dürfen sich potentielle Väter jetzt vor dem Führerinnenbunker aufstellen und bekommen die Wange getätschelt, bevor sie im Familienrecht wie gewohnt verheizt werden?

Die jüngste Forsa-Studie hat Politiker und Medien aufgestört: Die Zahl der Geburten hat sich in Deutschland seit 1965 fast halbiert.

Noch so eine grandiose Erkenntnis, die zwar auch schon seit 1972 gilt, aber immerhin...
In dem Zusammenhang kann ich auf die kleine Demografie-Serie der FAZ verweisen, die momentan in zehn Beiträgen läuft und komplett im faz.net über Internet zu lesen ist. Link unten.

Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts bekommt eine deutsche Frau nur noch 1,3 Kinder.

Aha, wieder selbst reingelegt. Jaja, die Gewohnheit der Sprache. Auch auf jeden Mann kommen nämlich ebenfalls genau 1,3 Kinder.

Vor allem die jungen Frauen vertreten heute ein neues, partnerschaftliches Beziehungsideal: Sie wollen einen Partner, der Babypflege und Erziehung mitträgt, der sie im Alltagsstress zwischen Job und Kind entlastet, in Notfällen mit einspringt; sie wollen Vertrauen und finanzielle Kooperation und gleichzeitig auch Paar-Romantik, fand das von Matthias Horx gegründete Zukunftsinstitut in Frankfurt heraus.

Was sie nicht alles wollen. Sonst noch was in der langen Liste? Verkürzen wir es doch einfach auf "Frauen wollen alles". Was müssen wir Männer unfähig sein, wenn wir dem nicht entsprechen.

Typische Männerängste sind:
- jahrelange Unterhaltspflichten und -kosten für Kinder, bei Trennung ggf. auch für die Frau, dabei aber rechtliche Nachteile als Vater;
- das im Job verlangte Männlichkeitsbild (Power, Verfügbarkeit, Mobilität) kann mit privaten Fürsorgeaufgaben kollidieren.

Das sind nun leider keine Ängste, sondern knallharte Fakten. So knallhart, dass hunderttausende daran zerbrechen und sich das beim besten Willen nicht mehr verheimlichen lässt. Auch wenn es die Medien totschweigen: Jeder kennt mittlerweile einen Vater, der bei einer Trennung zum uneingeschränkten Verlierer gemacht wurde. Für die meisten Frauen scheint es völlig undenkbar zu sein, sich wahnwitzige Unterhaltpflichten, faktische Rechtlosigkeit, emotionale Katastrophen durch den Verlust der Kinder, rücksichtslose Erwerbszwänge vorzustellen. Da haben die Damen ja noch ein weites Feld der Entdeckungen vor sich.

Wer macht Mütter wo ständig verantwortlich für die Verwahrlosung von Kindern? Niemand! Außer einer Klientel, die Interesse daran hat, daß das nicht wirklich geschieht. Das Interesse ist durchsichtig. Sie wissen daß Kinder, um die man sich nicht kümmert verwahrlosen aber sie besitzen die vorbeugende Propagandaindustrie, die dafür sorgt, daß Fakten indiskutabel werden.


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