Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Prof. Uta Meier-(Gräwe)

Garp, Sunday, 27.02.2005, 14:09 (vor 7647 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Wo bleiben die Kinder? von Odin am 27. Februar 2005 03:15:27:

Vor allem die jungen Frauen vertreten heute ein neues, partnerschaftliches Beziehungsideal: Sie wollen einen Partner, der Babypflege und Erziehung mitträgt, der sie im Alltagsstress zwischen Job und Kind entlastet, in Notfällen mit einspringt; sie wollen Vertrauen und finanzielle Kooperation und gleichzeitig auch Paar-Romantik, fand das von Matthias Horx gegründete Zukunftsinstitut in Frankfurt heraus

Ein hohes Ideal. Aber erfüllen eigentlich Frauen die Anforderungen hierfür? Paar-Romantik in einer zehjährigen Ehe? Vielleicht ist eben diese Überschätzung der Ehe, die zur Katastrophe führt.

Kinder wünschen sie sich erst, wenn sie beruflich etabliert sind. Frauen würden häufig gern schon die berufliche Einstiegszeit mit einem Kind verbinden

Tatsache ist, dass Männern ohne festes Einkommen, von Frauen, keine Chancen auf eine Ehe und Kinder gegeben wird. Wer soll denn das Kind versorgen, wenn beide am Beginn des Erwerbsleben stehen?

Typische Männerängste sind:
- jahrelange Unterhaltspflichten und -kosten für Kinder, bei Trennung ggf. auch für die Frau, dabei aber rechtliche Nachteile als Vater;
- das im Job verlangte Männlichkeitsbild (Power, Verfügbarkeit, Mobilität) kann mit privaten Fürsorgeaufgaben kollidieren

Dem würde ich zustimmen.

Ihnen fehlen viele sogenannte "soft skills": weiche Fähigkeiten zum Alltags- und Familienmanagement, die Frauen zuhauf in Frauenmagazinen, -initiativen und Ratgebern finden

Ist der Artikel eine Parodie? Ist das Wissenschaft?
Soft skills erwirbt man aus „Frauenzeitschriften“?

Während junge Frauen, ermutigt durch die Frauenbewegung und gleiche Bildungschancen, in ihrem Lebensentwurf einen "Modernisierungsschub" erleben, schreibt Prof. Uta Meier, stecken junge Männer in einem "Modernisierungsrückstand" fest.

Wer definiert, was ein „modernes“ Familienbild ist? Dieselben „Experten“, die die Patchwork-Familie zelebrieren?
Jetzt geben sie sich schon Mühe die männliche Lebenswelt zu erforschen und was kommt dabei raus? Die gleichen Vorurteile, wie bei einer feministischen Forschung. Die Männer sind Schuld und altmodisch, die Frauen topmodern und unverstanden.

Für den Fall wollen wir doch schnell mal nachschauen, wer diese Professorin eigentlich ist:
Zunächst fällt auf, dass diese Dame von der Uni Giesen mal als Uta Meier-Gräwe und mal nur als Uta Meier gelistet ist.
http://wi.uni-giessen.de/wps/fb09/ma/dat/meier/Uta_Meier-Gr%E4we/

Entweder hat sie erst kürzlich geheiratet, oder sie ist geschieden.
Ich würde spontan eher auf letzteres tippen, könnte ihren Frust über den „unmodernen“ Mann erklären. Übrigens war es diese Professorin, die vor einiger Zeit in der TAZ (TAZ 25.06.2004) dem guten Dr. Döge widersprochen hat. Dieser hatte behauptet, Männer würden mindestens ebensoviel arbeit leisten, wie Frauen.

Das kann natürlich eine Mitarbeiterin des Frauenministeriums nicht auf den Frauen sitzen lassen. Die Schuld hat beim Mann zu liegen. Und der Bericht im Abendblatt ist ein schöner Beleg, für die Einstellungen feministischer Professorinnen und die kritiklose Übernahme durch Journalistinnen.

Garp


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