Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Schule und Jungen

Mikael, Tuesday, 15.02.2005, 23:19 (vor 7658 Tagen) @ Morb

Als Antwort auf: Re: Wann hat dieser ganze Unsinn endlich ein Ende? (n/t) von Morb am 15. Februar 2005 19:27:17:

Folglich bin ich auf Geburtstagen und anderen Feierlichkeiten von Lehrern geradezu umzingelt, und ich kann dir sagen, Mädchen werden sehr wohl bevorzugt, mehr bewusst als unbewusst.

Gruß
Morb

Auch ich habe viel mit Lehrern und Lehrerinnen zu tun. Mädchen gelten als "pflegeleichter" und passen sich leichter an.

Wenn man Jungen nicht die Konsequenzen ihres Verhaltens (das ihnen letzendlich selber schadet, z.B. Mädchen machen öfter das Abitur als Jungen) deutlich macht, dann schaden sie sich letzendlich selbst.

Das Problem ist, dass Lehrer vormittags die Kinder "erziehen" sollen (wird von den Eltern so eingefordert) ohne wirksame Erziehungsmittel zu haben. Wenn ein Schüler wirklich nicht kooperieren will, kann der einzelne Lehrer nichts tun, dafür gibt es dann Konferenzen...
Das wissen natürlich die Schüler. Resultat: Es kommt oft zum "laissez-faire": warum sollte ein Lehrer den Eltern deren ureigenste Aufgabe, die Erziehung der Kinder (vor allem der problematischen Fälle) abnehmen ?

Worauf ich hinaus will: Benachteiligung der Jungen in der Schule ist ein gesellschaftliches Problem, wozu auch die politisch-rechtlichen und sozialen Rahmenbedingungen zählen. Die Schuld nur auf die Lehrer zu schieben, ist zu einfach gedacht. Schule als Institution muss sich an Recht und Gesetz halten.

Analog gedachr: Man gibt ja auch nicht Richtern die Schuld für die Gesetze, die ihren Urteilen zu Grunde liegen.

Lehrer sind übrigens wie die meisten anderen Menschen auch: Sie sehen oft nicht über den Tellerrand ihres kleinen Mikrokosmos hinweg und sehen die größeren Zusammenhänge nicht.

Gruß !


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