Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: @Jörg Rupp: Der erziehende Mann wird bekriegt

Bruno, Tuesday, 08.02.2005, 23:18 (vor 7666 Tagen) @ Jörg Rupp

Als Antwort auf: Re: @Jörg Rupp: Der erziehende Mann wird bekriegt von Jörg Rupp am 08. Februar 2005 10:25:57:

Hallo Jörg Rupp,

...Das ist Augenwischerei. Jungen werden jährlich vom Zukunftstag gezielt ausgegrenzt. Nur in Brandenburg wird Jungen an diesem Tag Gleichberechtigung zugestanden.

Falsch.

...selber falsch. Nur Brandenburg gesteht Jungen am Zukunftstag Gleichberechtigung zu. Alle anderen Länder und der Bund diskriminiert an diesem Tag gezielt Jungen. Die einzelnen Initiativen die es gibt, sind Maßnahmen von einigen Leuten, die diese Diskriminierung nicht akzeptieren. Nenn mir doch eine Landesregierung außer Brandenburg, die bisher den Zukunftstag auch gleichberechtigt für Jungen geöffnet hat. Du selbst sagst, ihr hättet Initiativen geplant. Findest du es nicht schlichtweg schwachsinnig, dass die kommunale Basis selbst was auch die Beine stellen muss, weil die Bundesfraktion sich jungenfeindlich gebärdet?

Die Probleme sind erkannt und Änderungen vor allem in der Bidungspolitik dauern lange. Es gibt immer was zu ändern, es ist nie perfekt. Für die Unfelexibilität der Bildungspolitik können nur diejenigen was, die nach wie vor das gerne als Länderhoheit möchten - und das sind per Mehrheitsbeschluss wir alle.

...da machst du es dem Bundesbildungsministerium etwas zu einfach, wenn du meinst, es sei aus dem Schneider, da die Bildungshoheit bei den Ländern liegt. Die Maßnahmen zum Gender Mainstreaming umfassen auch beim Bildungsministerium nur Mädchen – und Frauenförderprogramme (z.B. Kompetenzzentren, Frauenstipendien, Zukunftstag, SINUS-Programm zum Abbau der geschlechtsspezifischen Unterschiede in der mathematischen Leistung zuungunsten der Mädchen usw.)

Sorry, das war ein Tippfehler - sollte heißen: den auch Frauen gehen mussten.

...dafür gibt es aber eine gewaltige Frauenlobby, die sich für Frauen einsetzt (z.B. Frauenpolitikerinnen, Frauenministerien, die Grünen usw.). Die Männerpolitik, sie es in Deutschland gibt wird auch von diesen Frauenlobbies gemacht. Sie beschränkt sich deshalb auf die Frage: Wie mache ich den Mann am besten nutzbar für die Frauen?

muss in Landesgleichberechtigungsgesetzen ein erziehender Mann gegenüber einer kinderlosen Frau bei Einstellung und Beförderung diskriminiert werden?

Das hängt an einem mehrheitlich definierten Ziel, in aller Regel.

...eben, deshalb sage ich ja, dass der erziehende Mann nicht gewollt ist, denn wäre er gewollt wäre es kein Ziel, diesen gegenüber einer kinderlosen Frau zu diskriminieren.

Im Gesamtziel ist es eben keine Diskriminierung. Wie sah den die Verteilung nach Geschlechtern ohne diese Maßnahmen aus?

...Das kann ich dir sagen: Im Grundschulbereich lag die Frauenquote 1995 bei 70,9%. Dann kamen die Landesgleichberechtigungsgesetze auch mit Frauenförderung im Grundschulbereich und 2000 haben wir 83,0%. Wo ist die Gleichberechtigung erreicht? Bei 95% Frauenanteil, wie im Kita-bereich, wobei die 5% Männeranteil im Kita-Bereich nur erreicht werden, weil die Hausmeister u.ä. noch dazugezählt werden? Wenn die Grünen so für eine ausgeglichene Quote sind, weshalb dann nur dort wo Frauen unter 50% liegen und nicht auch dort wo Männer unter 50% liegen? Wrum lehen die Grünen Männerquoten für Grundschulen ab? Dieses verlogene Gleichberechtigungsgeschwätz ist widerlich.

Das zeigt es nicht. Es zeigt nur, dass die berufstätige Frau gewollt ist. Wir leben halt nciht mehr 1950, wo der Mann der Frau verbieten durfte, arbeiten zu gehen.

...aber wir leben in 2005 wo die Frau bestimmen darf, ob der Vater das Sorgerecht bekommt und wo die Benachteiligung männlicher Mitbürger bei Einstellung und Beförderung gesetzlich vorgeschrieben ist und wo man Väter nicht ehelicher Kinder den Umgang verweigern darf und wo unter 50% Frauenanteil Diskriminierung ist aber 5% Männeranteil niemanden juckt. Das ist natürlich viel besser und völlig gerecht.

Du hats anscheinend nciht begriffen, was gemeinsame elterliche Sorge (und Pflicht) beinhaltet.

....Lieber Jörg, wir leben in einem Land in dem als Kindeswohl das gilt, was der Mutter nützt.

Die Gleichstellungspolitik der Grünen besteht m.E. nur darin, den Sexismus, der früher gegen Frauen gerichtet war nun einfach umzudrehen.

Du solltest Dich mal mit der Programmatik auseinandersetzen, bevor du solche Behauptungen aufstellst.

....Lieber Jörg, da brauche ich nur das Frauenstatut zu lesen. Eine Partei, die einen Frauenanteil von unter 50% als Diskriminierung betrachtet und gleichzeitig eine Männeranteil von unter 50% als völlig in Ordnung und dann noch von Gleichberechtigung redet ist verstunken und verlogen.

Bruno

Gleichberechtigung ist etwas Tolles. Schade, dass sie nur für Frauen gilt.


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