Re: Forenklima
Als Antwort auf: Re: Forenklima von Arne Hoffmann am 24. Januar 2005 15:20:10:
Hi Martin,
danke für deine Antwort, auch weil sie mir Gelegenheit gibt, meine eigene Ansicht noch mal zu präzisieren.
Indem man zu sehr darauf achtet sich ja nicht politisch unkorrekt zu geben arbeitet man zwangsläufig dem Gegner in die Hände.
Prinzipielle Zustimmung erst mal.
Nur um ein konkretes Beispiel zu nennen: Du hast im letzten Jahr einen Preis von einer Institution erhalten, dessen Gründer in der öffentlichen Wahrnehmung wohl als "Frauenfeind" gelten würde wenn man gewisse Äußerungen in der Forenwelt zugrunde legt. Wie siehst Du das?
Ich denke, es ist ein Unterschied, ob jemand von Leuten als "Frauenfeind" wahrgenommen wird, die erkennbar höchstens einen von der Zeitschrift "Emma" verliehenen Preis als irgendwie berechtigt anerkennen würden, oder ob Mitglieder der Männerbewegung selbst Äußerungen als frauenfeindlich wahrnehmen und sich davon distanzieren möchten. Da es keine objektive Wahrheit gibt, was als frauenfeindlich gilt und was nicht, wird irgendjemand zwangsläufig entscheiden müssen. Das ist in diesem Forum nun mal Andreas; in anderen Foren sind es andere. Aus gutem Grund habe ich mich, anders als andere, über kein Forum der Männerbewegung in einem anderen Forum herablassend geäußert. Unterschiedliche Standpunkte, Zielgruppen, Diskussionsstile finde ich völlig okay. Da es andere Foren gibt und jederzeit neu gegründet werden können, steht jedem die Möglichkeit zur Meinungsäußerung offen. DAS empfinde ich als Pluralismus. Dito mit Ansichten, die ein Forenbetreiber als rechtsradikal wahrnimmt. Sobald ein Forenbetreiber in seinem Urteil zu dogmatisch, fundamentalistisch oder hysterisch wird, wird kaum jemand mehr bei ihm lesen oder schreiben. Exakt DAS ist mit den Frauenforen passiert.
Arne
Hi Arne
Meine Meinung ist die, daß Meinungsfreiheit zugelassen werden sollte, solange nicht ganz klar eine Störabsicht auszumachen ist.
Das hieße, dass hier jeder Sektierer und Erweckungsprediger sein persönliches Anliegen zum Thema machen kann, auch wenn es mit der Geschlechterdebatte wenig zu tun hat? Oder um mal meine eigene Fraktion als Beispiel zu nehmen: Rüdiger und ich könnten also täglich in langen Threads darüber diskutieren, ob und wie Sadomasochisten diskriminiert werden oder wie man bessere erotische Geschichten schreibt? Und das auf Andreas Kosten, der für dieses Forum bezahlt und gegebenefalls den Kopf hinhält?
Auf ontopic sollte selbstverständlich geachtet werden, stimmt schon. Auch das ist wieder ein schmaler Grat. Schließlich hat auch der Beutel des Finanzministers mit unserem lieben Wahn zu tun, wenn auch über mehrere Ecken. Es ist Aufgabe des Forenmasters den Rahmen abzustecken, innerhalb dessen sich das Thema diskutiert werden kann. Inhaltlich sollte aber möglichst viel zugelassen werden. Meine Meinung.
Nur um ein konkretes Beispiel zu nennen: Du hast im letzten Jahr einen Preis von einer Institution erhalten, dessen Gründer in der öffentlichen Wahrnehmung wohl als "Frauenfeind" gelten würde wenn man gewisse Äußerungen in der Forenwelt zugrunde legt. Wie siehst Du das?
Ich denke, es ist ein Unterschied, ob jemand von Leuten als "Frauenfeind" wahrgenommen wird, die erkennbar höchstens einen von der Zeitschrift "Emma" verliehenen Preis als irgendwie berechtigt anerkennen würden, oder ob Mitglieder der Männerbewegung selbst Äußerungen als frauenfeindlich wahrnehmen und sich davon distanzieren möchten. Da es keine objektive Wahrheit gibt, was als frauenfeindlich gilt und was nicht, wird irgendjemand zwangsläufig entscheiden müssen. Das ist in diesem Forum nun mal Andreas; in anderen Foren sind es andere. Aus gutem Grund habe ich mich, anders als andere, über kein Forum der Männerbewegung in einem anderen Forum herablassend geäußert.
Klar wird von der Gegenseite alles versucht um die Sache in den Dreck zu ziehen. Das ist verständlich und darauf sollte man vorbereitet sein. Schließlich steht viel auf dem Spiel.
Weniger verständlich ist es, wenn Leute die eigentlich im selben Boot sitzen ihre persönlichen Befindlichkeiten nicht hintenanzustellen imstande sind, nämlich hinter der Sache. Ich könnte diverse negative Beispiele nennen, aber betrachten wir stattdessen ein positives.
Carlos ist sicherlich ein Forenteilnehmer, der mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg hält und den Forenmaster so manches Mal ins Schwitzen bringt. Aber sind seine Posts deshalb frauenfeindlich? Ich finde nein.
Seine Meinung ist legitim und richtig, obendrein noch gut begründet. Gewiss, es ist eine Geschmacksfrage ob in jedem Posting fünfmal die Wörter "WEiber" "Tussen" "Pack" usw. vorkommen müssen. Nachdem er deswegen abgekanzelt wurde, begann er eben keinen Kleinkrieg, sondern zog sich der Sache wegen erstmal zurück. Das nenne ich verantwortungsbewußt.
Du hast in Deinem ersten Post sinngemäß geschrieben, daß wir auf die Wahrnehmung nach außen achten sollten. Die Grenze ist dabei schwierig abzustecken. Ist der FM zu restriktiv kommt kein Klartext zustande und der Sache ist nicht gedient weil nur noch palavert wird. Ist der FM zu expansiv dann artet es in Kleinkriegen aus und das Forum ist gefährdet.
Du schlägst vor, die Stilrichtungen auf verschiedene Foren zu verteilen.
Einmal die gemäßigte Fraktion, einmal die Klartext-Fraktion oder aus hiesiger Sicht hier die Handwerker, dort die Holzhacker oder aus dortiger Sicht hier die Kleingeister, dort die Übersichtler (©Max)
Ich glaube gelesen zu haben, daß Du beide Richtungen für legitim hältst.
Soweit so gut. Warum dann diese Abneigung gegen TL? Ich persönlich empfinde Tommys Ausführungen als wesentlich härteren Tobak. Aber das sind wir wieder beim Subjektiven.
Gruß
Martin d.a.
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Friedwilli,
24.01.2005, 01:49
- Re: Forenklima - Konfuzius, 24.01.2005, 09:34
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Arne Hoffmann,
24.01.2005, 11:57
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Martin d.a.,
24.01.2005, 15:07
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24.01.2005, 17:20
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Martin d.a.,
24.01.2005, 18:28
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Arne Hoffmann,
24.01.2005, 19:47
- Re: Forenklima - Martin d.a., 24.01.2005, 21:22
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Arne Hoffmann,
24.01.2005, 19:47
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Martin d.a.,
24.01.2005, 18:28
- Re: Forenklima -
Arne Hoffmann,
24.01.2005, 17:20