Re: heimtückischer Mord
Als Antwort auf: heimtückischer Mord von stiller Mitleser
am 07. Dezember 2004 10:17:18:
Heute früh im Radio gehört (und sinngemäß wiedergegeben)...
Ein Mann (so wie ich es verstanden habe zumindest zum Tatzeitpunkt mit der Mutter seines Kindes verheiratet) bringt sein wenige Monate altes, geistig und körperlich schwer behindertes Kind um, weil er dessen Leiden nicht mit ansehen kann.
Der Staatsanwalt plädiert auf Mord und begründet die "Heimtücke" so: das Kind kann im Alter von wenigen Monaten keine selbstbestimmte Entscheidung über seinen eigenen Lebenswillen treffen. Deswegen ist diese Entscheidung von der sorgeberechtigten Person, also der Mutter, zu treffen. Der Mann hat also mit der Kindstötung heimtückisch gegen die Mutter gehandelt, deswegen Mord und kein Totschlag.
Also alles klar: der Vater hat selbst in einer Ehe keine Entscheidungen für sein Kind zu treffen. Und auch ein Kindsmord durch die Mutter kann also kein Mord sein - schließlich hat die Mutter doch nur im Namen des Kindes gegen dessen Lebenswillen entschieden, wozu sie (und nur sie) offensichtlich berechtigt ist.
Auf Mord zu plädieren ist richtig. Unverständlich für mich ist nur, warum eine eifersüchtige Mutter die ihre beiden Kinder gezielt tötet, um dem Mann, mit dem sie in Trennung lebt, eines auszuwischen, vor Gericht freigesprochen wird....
Das hatten wir hier auch schon Forum.
Magnus
gesamter Thread:
- heimtückischer Mord -
stiller Mitleser ;-),
07.12.2004, 12:17
- Re: heimtückischer Mord - Odin, 07.12.2004, 13:34
- Re: heimtueckischer Mord -
Peter,
07.12.2004, 15:12
- Re: heimtueckischer Mord - stiller Mitleser ;-), 07.12.2004, 18:44
- Re: heimtückischer Mord - Magnus, 07.12.2004, 19:29
- Re: heimtückischer Mord - Hörspiel nach Gogolin? -
Ekki,
07.12.2004, 21:20
- Re: heimtückischer Mord - Hörspiel nach Gogolin? - stiller Mitleser ;-), 08.12.2004, 11:52
- Re: heimtückischer Mord - Hörspiel nach Gogolin? - Magnus, 08.12.2004, 17:14
