Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Seh ich nicht so dramatisch

Ekki, Thursday, 12.08.2004, 20:04 (vor 7847 Tagen) @ Jolanda

Als Antwort auf: Re: Seh ich nicht so dramatisch von Jolanda am 12. August 2004 10:31:06:

Dem Kind wird es sicher gutgehen.
Sie hat immerhin das noetige finanzielle Polster, das locker allein durchzuziehen, zur Not auch mehrere.
Schlimmer sind doch die, die drei Kinder von drei unbekannten Vaetern haben und im Leben nichts anderes bekommen werden als ALG-2, ALH-7 oder Stütze-3. Oder wie auch immer das jetzt heissen mag.

Lieber Expatriate
Du hast insofern Recht, dass es dem Kind sicher nicht an Geld fehlen wird und es heisst auch nicht automatisch, dass wenn ein Kind "nur" von der Mutter gross gezogen wird, dass es dann nicht auch gut gedeihen kann.
Es gibt immer wieder Situationen, wo eine Frau unfreiwillig ihr Kind alleine gross ziehen muss und das auch gut hinkriegt.

Hallo Jola!

Eben - und deshalb finde ich die Einstellung von Halle Berry einfach toll.

Es braucht schließlich kein Mann darauf einzugehen.

Wenn er aber darauf eingehen will - warum nicht?

Der einzige Haken bei der Sache:

Ich möchte wetten, daß es in den Rechtsordnungen der verschiedenen Länder jede Menge Hintertürchen gibt, die es Halle Berry im Falle eines Falles ermöglichen, den freiwilligen Samenspender - entgegen der früher gegebenen Zusage - doch noch zum unfreiwilligen Unterhaltszahler zu machen.

Davon abgesehen aber wäre es doch eine goldige Perspektive, wenn mehr Frauen so denken würden wie Halle Berry.

Ich jedenfalls würde im doppelten Sinne des Wortes sofort strammstehen und antreten zum lustvollen Dienst am aussterbenden deutschen Volk.

Denn wie gesagt - die Tatsache, daß ich selbst keine Kinder haben möchte, heißt ja nicht, daß ich dagegen bin, wenn welche geboren werden. Das sind schließlich zwei ganz unterschiedliche Paar Stiefel. Daß die Menschheit ausstirbt, kann schließlich niemand wünschen.

Ich hab' mein Vergnügen, die Frau ihr Kind und das Volk seinen Nachwuchs. Ein faireres Dreiecksgeschäft ist kaum denkbar.

Allerdings drängt sich mir dabei auch ein anderer Gedanke auf:

Wäre es angesichts der kraß ungleichen Verteilung nicht ein guter Gedanken, wenn die Kindernarren in der alten Welt die Waisenhäuser in der neuen Welt leerkaufen würden?

Aber mit diesem Gedanken habe ich woll allen denjenigen ohne Betäubung auf den Zahnnerv gebohrt, denen es wichtig ist, daß sie ihre eigenen Gene im Kinderwagen spazierenfahren (die meisten Frauen und Männer) oder daß ihr Kind in ihnen heranwächst (wohl fast ausnahmlos jede Frau).

Aber macht nichts, die beiden Möglichkeiten schließen sich ja nicht aus.

Und gegen eine einvernehmliche und faire Elternschaft mit gemeinsamer Aufzucht der Kinder ist schließlich auch nichts zu sagen.

Und das, was Halle Berry praktizieren will, ist schließlich auch "gemeinschaftlich und fair" (es sein denn, sie hätte den Hintergedanken, später vielleicht doch noch den Samenspender irgendwie am finanziellen Wickel zu kriegen).

Was aber nicht gemeinschaftlich und fair ist, wogegen absolut alles zu sagen ist - daß ist, wenn der Mann bei der Familienplanung an der Nase bzw. am Schwanz herumgeführt wird - sei es dadurch, daß er ohne sein Wissen oder gar gegen seinen Willen geschwängert und hernach zur Heirat oder Unterhaltszahlung gepreßt wird, sei es, daß der Mann nach einer zunächst einvernehmlich erfolgten Familiengründung später wegen einem anderen verlassen wird, oder, oder oder ... Die Varianten, mit denen Frauen Männern das Genick brechen können, sind schier unendlich.

Zeugungswilliger Gruß von

Ekki


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