Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Warum Egoismus?

Garp, Wednesday, 21.07.2004, 21:43 (vor 7870 Tagen) @ Sebastian

Als Antwort auf: Re: Frauen Altersarmut von Sebastian am 21. Juli 2004 14:38:31:

Diese Debatte hat mit Egoismus nichts gemeinsam.
Ebenso könnte man den Verzicht auf Kinder als egoistisch bezeichnen.

Dies mache ich hiermit aber ausdrücklich nicht!

Prinzipiell ist es das Grundbedürfnis jedes Kollektivs sich selbst zu erhalten. Dazu gehört zumindest die eigene Bestandserhaltung. Daher ist es legitim Familien zu unterstützen. Dies liegt im Sinne der „Allgemeinheit“. Ansonsten können wir gleich aufhören Gelder für Museen und Theater auszugeben. Warum die Frauenkirche aufbauen, wenn es keinen Nachwuchs gibt, der dies einmal bewundern kann.
Und warum sich für die Bildungschancen von Jungen einsetzen, wenn mir der Nachwuchs sowieso egal ist?
Als Bürger eines Kollektivs hat man eben Rechte und Pflichten. Daraus muss man nicht eine Pflicht zum Kinderkriegen ableiten. Aber durchaus die Schaffung von Rahmendingungen, die Familien nicht unnötig belasten.
Wie so etwas aussehen kann, kann man in Frankreich schön studieren. Die Franzosen haben sich diesem Thema schon vor 50 Jahren gestellt. Dort sind Familien mit drei oder mehr Kindern fast vollständig von der Steuer befreit.
Die Reformnotwendigkeit in Deutschland wird in Zukunft noch deutlich verschärft werden durch die demographische Entwicklung.
Vor diesem Hintergrund ist die Aussage: „Kinder seinen ein egoistischer Wunsch“, so leid es mir tut, einfach nur dumm.

Die Frage wie genau sich Familie und Beruf vereinbaren lassen, ist dagegen sehr komplex. Aber auch hier gilt es durchaus die Interessen von Vätern zu berücksichtigen. Ich glaube, die halten von einer Aussage: „selber Schuld“ nicht besonders viel.


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