Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: @ Pokemon - Pille @ Garfield

Pokemon, Saturday, 12.06.2004, 23:11 (vor 7909 Tagen) @ Garfield

Als Antwort auf: Re: @ Pokemon - Pille von Garfield am 07. Juni 2004 11:42:20:

Hallö!

Versetze dich mal in eine Frau, die unbedingt ein Kind möchte. Egal aus welchen Gründen. Würde sie dann darauf eingehen, wenn ihr Partner ihr vorschlägt, sich beispielsweise ein Hormonstäbchen einsetzen zu lassen?
Dann könnte sie das mit dem Kind für die nächsten 3 Jahre vergessen. Also wird sie dann behaupten, daß sie sowas wahrscheinlich nicht vertragen wird, oder daß sie vor dem kleinen Eingriff, der damit ja verbunden ist, zurück scheut, oder irgendsoetwas.

Der Eingriff ist zwar klein, hinterlässt jedoch eine Narbe weil das Stäbchen ja wieder entfernt werden muss. Da kann ich schon verstehen wenn eine Frau das Stäbchen als Verhütungsmethode ablehnt. Ich wollte mich bei meinem Gynäkologen über diese Verhütungsmethode informieren und bekam einen langen Vortrag zu hören über Afrikanerinnen, denen die paar Narben mehr am Körper ja nichts ausmachen und die mit der Pille nicht zurecht kommen. Einer Europäerin könne man so etwas nicht zumuten. Darüber hinaus sollen Frauen, die mit dem Stäbchen verhüten, nicht mehr oder nur nur unregelmäßig bluten.

Das Problem besteht eben darin, daß es für Männer noch keine Verhütungsmittel gibt, die den Verhütungsmitteln für Frauen gleichwertig sind. Und daß kein Mann seine Partnerin zur Verhütung zwingen darf.

Da hast Du leider recht.

Natürlich kann er theoretisch auch auf Sex verzichten, oder er kann Kondome benutzen (wobei er dann aber immer vorher das Kondom genau untersuchen müßte, denn es gab schon Fälle in denen Frauen Löcher in Kondome gebohrt haben, um trotz Kondom schwanger zu werden)

Oder sie schiebt sich das Ding hinterher anders herum noch einmal rein. Hat es auch schon gegeben.

Wenn eine Frau aber ein Kind zur Welt gebracht hat, dann spielt es für die Justiz keine Rolle, ob der Vater damit einverstanden ist oder nicht. Dann kann die Frau ihn gegebenenfalls sehr wohl zwingen, für das Kind zu zahlen.

Und das ist - so ungerecht es auf den ersten Blick auch sein mag - richtig. Denn das Kind ist unschuldig und soll nicht unter den Fehlern, die seine Mutter begangen hat, leiden. Der Unterhalt für das Kind ist für mich unverzichtbar, der für die Frau nicht.

Pokemon


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