Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: @ Pokemon - Pille

Anti-Sexistin, Saturday, 05.06.2004, 12:14 (vor 7916 Tagen) @ Pokemon

Als Antwort auf: Re: @ Pokemon - Pille von Pokemon am 04. Juni 2004 20:50:08:

Hallö!

Nick führte ein Beispiel an, daß Frauen nachlässig damit umgehen können. Und daß ein Mann dem völlig ausgeliefert sei. Letzteres glaube ich gerade nicht, wenn man sich über diverse Verhütungsmethoden schlau macht. Gerade dadurch ist er nicht völliges Opfer weiblicher Verhütung, sondern kann mitbestimmen. Das kann er allerdings nur, wenn er sich auch über Verhütungsalternativen informiert und die vielleicht auch mal seiner Freundin nahelegt.

Das ist ja gerade das Problem. Was die Verhütung angeht haben Männer nicht so viel Auswahl. Kondom (ist bei gesunden Männern auf Dauer eine eher unbefriedigende Lösung), Coitus Interruptus (ebenso unbefriedigend und dazu noch unsicher, auch wenn es Männer gibt die ihn angeblich seit Jahren erfolgreich und zufrieden betreiben) oder halt die Steri. Da gibt es für die Frauen auf den ersten Blick doch eine weit größere Auwahl. Du selbst führst ja einige an:

Das muß nicht gleich männerspezifische Verhütung sein (Sterilisation), sondern kann auch etwas sein, an das man nicht täglich denken muß (Spirale, Dreimonatsspritze, Verhütungsring, Verhütungspflaster). Sollte die Frau eine solche Alternative auch aus medizinischer Sicht gut vertragen (deshalb Frauenarzt) sehe ich hier die gegenwärtige Alternative, einen männlichen Opferstatus zu reduzieren.

Allein von den Möglichkeiten her hat der Mann meiner Meinung nach weniger Möglichkeiten, zu verhüten als die Frau und ist deshalb abhängig von ihr.
Leider sind viele Verhütungsmethoden unsicher (Pflaster, Spritze, Pessar) oder können nur bei bestimmten Frauen angewandt werden (Spirale, nur bei Müttern, von denen es ja bekanntlicherweise immer weniger gibt).

Kurz und knapp: In Beziehungen ist Verhütung ebenso wie Kinder Partnerschaftssache.

Da stimme ich dir vollkommen zu!

Ich sehe eine Frau, die permanent die Pille vergißt und den Vorschlag des Mannes, es doch mal mit Spirale zu versuchen (im Falle der Verträglichkeit) als genauso beziehungsunfähig an wie ein Mann, der mit "wird schon nichts passieren" seine Freundin belabert und sich dann abmacht, wenn sie schwanger ist, oder sie zur Abtreibung bewegen will.

Naja, der Vorschlag (Spirale) zeigt doch immerhin dass er sich kümmert.
Ich bin ja überzeugt von der Temperaturmethode. Aber wie schon jemand einmal erwähnte. Auch sie ist nur so sicher wie die Frau, die sie anwendet.
Pokemon

Pokemon,

ja, für Männer gibt es weniger Verhütungsmittel als für Frauen. Und für Frauen sind die meisten weiblichen Verhütungsmethoden auch ausgesprochen unbefriedigend (z.B. Lustlosigkeit, Depri etc.).

Mir ging es darum, unter den momentanen Gegenheiten gemeinsam über Verhütung zu entscheiden. Partnerschaftlich eben. Aber ich sehe schon, daß dies hier in die meisten Köpfe nicht reingeht. Partnerschaftlich ist eben ein Fremdwort. Gemeinsame Entscheidung wohl auch. Da brüllt die eine Hälfte Schuldkomplex und Alleinverantwortung für Männer, wo es um gemeinsame Entscheidungen und gemeinsame Verantwortung geht, und die andere, ja, aber für Männer gibt es weniger Verhütungsmittel wie für Frauen. Selbst wenn nicht, ist noch gemeinsame Verantwortung möglich.

Gruß

Anti-Sexistin


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