Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Frauengleichberechtigung ohne Männerdiskriminierung: Wo auf der Welt?

Anti-Sexistin, Thursday, 12.02.2004, 22:21 (vor 8029 Tagen) @ Der Eman(n)ze

Als Antwort auf: Frauengleichberechtigung ohne Männerdiskriminierung: Wo auf der Welt? von Der Eman(n)ze am 12. Februar 2004 19:56:

Hi!
Mich interessieren dabei keine religiös-patriarchalen Staaten, bei denen Männer scheinbar im Vorteil sind, weil Frauen durch die Gesetzgebung direkt benachteiligt sind. (z.B. Iran)
Mich interessiert eine moderne Staatsform ähnlich der Deutschlands, in der jedoch keines der beiden (juristischen) Geschlechter durch irgendein Gesetz oder eine Regelung benachteiligt ist. D.h., für mich ist zwar die Gleichberechtigung der (jur.) weiblichen Menschen eine selbstverständliche Voraussetzung. Dies darf jedoch keinesfalls - wie derzeit in Deutschland - durch partielle Ungleichbehandlung verwirklicht werden.
Oder, um es mal einen juristischen Leitsatz auszudrücken:
Aus erlittenem Unrecht einer Gruppe darf kein neues Unrecht gegen eine andere Gruppe abgeleitet werden. (Ablehnung der Kollektivstrafe, Ablehnung kompensatorischer Maßnahmen zur (subjektiven) Benachteiligungs-Balance)
Insbesondere interessiert mich, ob es ein Land gibt, in welchem Väter (ganz gleich, ob ehelos oder nicht) definitiv vor dem Gesetz gleichberechtigte Elternteile sind. (vor allem im Trennungsfall)
danke im voraus
PS: Na, A-S und Emmalein, vielleicht habt Ihr auch ein paar Tipps? Dann seid Ihr solche Meckerer und Jammerer wie mich vielleicht bald los? Und Ihr braucht auch weniger zu jammern, da ein Mann (=Frauenunterdrücker) weniger ;-)

Du verkennst meine Position. Lies erst mal genau. Bislang habe ich mich gegen Pauschalisierungen gewehrt. Frau/Mann sind schon Pauschalisierungen. Und Eure Wehrpflichtdebatte - zumindest derart wie sie auf der HP oben aufgegriffen ist, in einigen jüngeren Beiträgen aber auch - geführt wird, ist ziemlich oll: Berufsarmee für Freiwillige (egal welchen Geschlechts) that's it.

Auch die Pauschalisierung mancher feministischen Richtung ist verdammt daneben. Und Deine Paranoia-Metaphern vom "Frauenstaat" solltest Du vielleicht mal unter mehr entemotionalisierten und reiferen Gesichtspunkten sehen: Klar, gibt es Frauen-Power-Tee. Und wieso? Weil man im Marketing entdeckt hat, daß weibliche Konsumenten körperbewußter geworden sind und seit einiger Zeit selbst Geld verdienen, wovon sie einen Teil auch zum Fenster rauswerfen können für Produkte, die nichts bringen. Frauen-Power-Tee ist genauso dünn wie Vitamin-Tabletten. Das Zeug wird einfach nicht verstoffwechselt. Ein Trick, wie man "Frauen" die Kohle aus der Tasche zieht - mehr nicht. Also ruhig Blut: daraus brauchst Du echt keine große Sache machen. Immerhin gibt es ausschließlich für Männer auch Viagra. Deswegen würde ich mich als Frau noch nicht benachteiligt fühlen und von "Männerrepublik" reden, weil so ein Produkt auf dem deutschen Markt ist. Wie wär's, wenn Du Dir mal etwas mehr Konsumentengüterforschung aneignetest und weniger Hysterie?

Anti-Sexistin


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