Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Parkkralle für säumige Unterhaltszahler

Rüdiger, Monday, 26.01.2004, 17:37 (vor 8046 Tagen) @ Garfield

Als Antwort auf: Re: Parkkralle für säumige Unterhaltszahler von Garfield am 26. Januar 2004 11:11:52:

Hallo Odin!
So ein Schwachsinn... Dann werden in Zukunft unterhaltspflichtige Väter nicht nur daran gehindert, Geld für die Unterhaltszahlungen zu verdienen, sondern noch mehr der ohnehin oft schon knappen Parkplätze werden obendrein auch noch durch Autos mit Parkkrallen blockiert. Denn es wird dann natürlich recht lange dauern, die Parkkrallen wieder zu entfernen.
Ist dasselbe Vorgehen auch bei Müttern geplant, die ihren Unterhaltsverpflichtungen nicht nachkommen? Da wird man dann wohl wieder alle verfügbaren Augen zudrücken...
Und wenn ich Sätze wie "wer sich ein Auto leistet, kann auch Unterhalt zahlen" höre, geht mir sowieso der Hut hoch. Sowas kann nur ein weltfremder Spinner von sich geben, der das Glück hat, seine Arbeitsstelle 300 m entfernt von seiner Wohnung zu haben und den nächsten Supermarkt in 100 m Entfernung. Dann braucht man wirklich kein Auto.

Och, ich kenne einige Menschen, die in Ballungsgebieten oder Altstadt-Fußgängerzonen wohnen und bewußt auf ein Auto verzichten, weil es für sie mehr Probleme (Parkplatz) brächte als Vorteile. Vieles, von Bier bis zu IKEA-Möbeln, kann man sich vorbeibringen lassen, und wenn das mit diesem verdammten "E-Paket" (Postpaket, das man sich abholen lassen kann, wenn man auf der Website der Post ein Formular ausfüllt) endlich richtig funktioniert (meistens Server kaputt), dann könnte ich als Verleger auch eine Zeitlang ohne Auto leben: Die Postpakete laß ich mir abholen, neue Ware bringt eh die Spedition - warum also die Riesen-Unterhaltskosten, die ein Auto heute kostet?

darunter gute 30 Minuten Wartezeit an Haltestellen, und das bei jedem Wetter. Da ist man dann bei jeder Grippewelle ein Hauptkandidat

Oder du bist bald kolossal abgehärtet :-)

> Obendrein sind sowohl Busse als auch Bahnen auch noch teurer als das Auto.

Das gilt nur für den "Gelegenheits-Busfahrer". Wenn du aber die Vollkosten eines Autos rechnest, mit Steuer, Versicherung, Wartung und Wertverlust, dann dürften öffentliche Verkehrsmittel immer noch billiger sein. (Das gilt aber nur für denjenigen, der ganz auf ein Auto verzichtet).

Abgesehen von diesen grundsätzlichen Erörterungen aber gebe ich dir natürlich Recht, der Vorstoß mit der Parkkralle ist bodenlos, genau wie jene Überlegungen vor einiger Zeit, bei Delikten, die gar nichts mit dem Auto zu tun haben, zur Strafe den Führerschein einzuziehen.

Gruß, Rüdiger


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