Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Beruf:Hure

Manfred, Saturday, 18.10.2003, 00:29 (vor 8146 Tagen) @ Pascha

Als Antwort auf: Re: Beruf:Hure von Pascha am 17. Oktober 2003 10:37:17:

Hm, also Models stellen sich doch auch, also ihren Körper, zur Schau. Ist dieser Beruf dann nicht auch ein bedenkliches Vorbild?

Ich hab ausdrücklich den Terminus "bedenklich" gewählt und bitte ihn auch so verstehen zu wollen. Nämlich im Sinne von "wert darüber nachzudenken"
nicht einfach im Sinne von "schlecht".
Es erscheint mir als unangemmessene Vereinfachung der Problematik "Prostitution" einfach alle Prostituierten als gottlose verruchte Schwerstkriminelle zu betrachten. Umgekehrt ist mir aber auch die in letzter Zeit propagierte Sichtweise, jeder Hure müsse das "Herz aus Gold" zugestanden werden, zu billig und zu trendy.

Was den Vergleich mit dem Model angeht, geht das tatsächlich bereits mehr oder weniger in dieselbe Richtung (weniger bei einer Dame die Wintermäntel vorführt, mehr bei einer die nackt im Playboy posiert).

Des weiteren werden im Hurengewerbe auch
Triebe instrumentalisiert und es wird der ehelichen Untreue Vorschub >geleistet. Völlig klar, daß daran sowohl Freier als auch ZuhälterIn >nicht unschuldig sind.

Das Argument kann ich jetzt nicht nachvollziehen. Was spricht denn dagegen, Triebe zu instrumentalisieren? Wem schadet man denn mit einen Apellieren an die Triebe?

Ich sage nicht, daß es ausschließlich schädlich und verdammenswert ist. Ich sage nur, daß es womöglich nicht günstig ist den Moralbegriff allzu einfach dem Zeitgeist zu unterwerfen "Der Papst ist tot, es lebe Oswald Kolle". Triebe sind etwas, was nicht beliebig unserem Bewußtsein unterworfen ist. Wer Triebe allzu leichtfertig anstachelt handelt unter umstaänden unfair demjenigen gegenüber, der den Trieb zu unterdrücken hat und womöglich auch denjenigen gegenüber, die es trifft wenn der Trieb nicht hinreichen unterdrückt wird oder werden kann.

An was soll die Hure denn auch sonst apellieren, an den Verstand?

Diese Frage muß ich nicht beantworten, da ich ja keine Hure zu ihrem Tun ermuntere.

Und wieso wird der ehelichen Untreue Vorschub geleistet?

Ich wills mal so sagen: wer im Millionärslook durch die Armenviertel von LA schlendert, leistet dem Geschehen Vorschub, eins auf die Rübe zu bekommen. Solte sich die Armen jedoch gesetzestreu verhalten, ist wiederum der Aspekt einer evtl. unangenehmen Provokation zu bedenken.

Ein Ehemann geht doch ohnehin nur dann zu einer Hure, wenn es im ehelichen Sexleben ohnehin schon kriselt.

Das kann, muß aber nicht so sein.

Angenommen mal, es gäbe keine Prostitution, und er wäre gezwungen, seine sexuellen Bedürfnisse nicht auszuleben, wäre der angeknacksten Ehe damit gedient?

Ich weiß, das die Prostitution auch Vorteile hat.

Geht ein Ehemann zur Prostituierten, ist das doch wohl eher Sympton, NICHT der Grund, von ehelichen Problemen.

Nicht zwingend. Geh mal heimlich ein paarmal zur Prostituierten und sage es dann Deiner Frau... (Ist nicht persönlich zu nehmen)

Schöne Grüße
Manfred


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