Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Das Jahrhundert der Frauen? Zukunftsszenarien

Lars, Friday, 18.07.2003, 18:32 (vor 8237 Tagen) @ Lars

Als Antwort auf: @ Garfield (und wen´s interessiert): Historisches von Lars am 18. Juli 2003 14:59:41:

Wenn man den Gedanken mal weiterspinnt: Jetzt, während DIESER Jahrhundertwende, finden ja auch wieder wirtschaftsstrukturelle Veränderungen statt, v. a. die rapide Wegrationalisiserung von Arbeitsplätzen durch Produktivitätsfortschritte. Angenommen es gelingt der Politik und den Tarifparteien nicht, hier eine Lösung im Sinne von mehr Teilzeit-Arbeits-Möglichkeiten zu schaffen und die Arbeitsplatzkonkurrenz verschärft sich immer weiter: Was bedeutet das dann für die Geschlechterrollen im 21. Jhdt.? Ich denke: hier gibt es drei mögliche Zukunftsszenarien:

a) Da in den meisten Wirtschaftsbranchen Männer in den Schlüsselpositionen sitzen, Jobs oft über Vitamin B vergeben werden und dieses Vitamin B oft wohl die Männer-Kneipen-Clique ist (und das Problem der Kinderbreung immer noch nicht richtig gelöst ist) werden die Frauen wieder aus dem Erwerbsleben rausgedrängt und fallen zurück in die 1950er Jahre.

b) Der starke feministische Einfluß in den Medien, der Justiz, den Geisteswissenschaften und dem Schul- und Erziehungswesen erzeugt ein so männerfeindliches gesellschaftliches Klima, daß die Männer via "Gleichstellungs-"Verordnungen, "sexuelle-Belästigung"-Intrigen und Betriebs-Psychologinnen innerhalb von ein oder zwei Genartionen aus allen einflußreicheren beruflichen Positionen verdrängt werden, während gleichzeitig an den Schulen die verunsicherten Jungs nur noch abloosen. Dann können Männer entweder als Möbelpacker reichen Anwältinnen beim Umzug helfen oder als Hausmann und "Pantoffelheld" versuchen, die besseren Hausfrauen zu sein; und Leitbilder für die Jungs wären nicht mehr Actionhelden, sonder irgendwélche Boygroup-Witzfiguren, die den Mädchen gefallen wollen.

c) Es geht gar nicht nach Geschlechtern und jeder und jede denkt nur noch an sein / ihr eigenes Über-Wasser-bleiben.


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