Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Mail von der "ASF": Daß menschliche Gehirne zu solchem Schwachsinn fähig sind...

Maesi, Monday, 23.06.2003, 23:01 (vor 8262 Tagen) @ a.reger

Als Antwort auf: Re: Mail von der "ASF": Daß menschliche Gehirne zu solchem Schwachsinn fähig sind... von a.reger am 13. Juni 2003 12:37:22:

Hallo a.reger

[...]
1. Öffnung aller Laufbahnen und Berufsfelder in der Bundeswehr auch für
Frauen nach individueller Eignung und Neigung. Geschlechtsspezifische
Ausschlussgründe für bestimmte Waffengattungen oder Einsatzformen sind
nicht akzeptabel.

Grundsaetzliche Zustimmung. Wobei die fuer die Eignung von Frauen keine Sonderkriterien festgelegt werden duerfen, d.h. dieselben Kriterien muessen fuer Maenner und Frauen gelten.

2. Schaffung von dienstrechtlichen und anderweitig notwendigen
Voraussetzungen zur Eingliederung von Frauen.

Kommt auf die Art der geforderten Voraussetzungen zur Eingliederung der Frauen an. Dieser Punkt erscheint mir in seiner Schwammigkeit ziemlich suspekt...

3. Zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Frauen und Männer sind
ebenfalls geeignete Maßnahmen zu ergreifen.

Bisher war Punkt 3 bei Vaetern kein Thema. Wer einen Beruf in der Armee anstrebt, muss sein Privatleben weitgehend auf diese ausrichten. Nur so kann eine Armee erfolgreich sein. Wer das nicht kann oder will, sollte sich einen anderen Job suchen...

4. Erstellung eines Frauenförderplans, der feste Zielvorgaben und
wirksame Instrumente zur Frauenförderung beinhaltet, Erarbeitung
eines Konzeptes für Gleichstellungsstellen bzw. -beauftragte in
Bundeswehreinrichtungen als Anlaufstellen für praktische Probleme
ebenso wie für Diskriminierungskonflikte oder Vorkommnisse von
sexueller Belästigung und Gewalt.

Punkt 4 gehoert sicher nicht realisiert. Die Armee sollte keinesfalls dieselben Fehler wie die Wirtschaft und die Politik begehen und einen parasitaeren, buerokratischen Ueberwachungs- und Foerderapparat errichten. Ich empfehle den ASF-Mitfrauen die Lektuere von Northcote C. Parkinsons Untersuchungen der der Royal Navy und der von ihm festgestellten stetigen Zunahme der 'unproduktiven' Buerokratie im Laufe der Zeit.

5. Aufforderung an den/die Wehrbeauftragte/n, die Eingliederung von
Frauen in die Bundeswehr aufmerksam zu verfolgen und die damit
verbundenen Erfolge wie Probleme entsprechend zu dokumentieren und
gegebenenfalls mit Lösungsmöglichkeiten zu versehen.

Ebenfalls ziemlich schwammige Forderung (siehe Punkt 2)...

6. Ablehung einer Wehrpflicht für Frauen sowie einer wie immer gearteten
Dienstpflicht für Frauen. Die Frage der Wehrpflicht ist durch das
EuGH-Urteil nicht berührt, da dieses keine Konsequenzen für die
Wehrstruktur enthält.

Hier zeigt sich ganz klar die maennerdiskriminierende Haltung des ASF. Insbesondere, wenn man(n) bedenkt, dass derselbe ASF die Beibehaltung der Nur-Maennerwehrpflicht mit grossem Mehr befuerwortet.

7. Beteiligung von Frauen in Gremien, die über die zukünftige Struktur
der Bundeswehr entscheiden.

Die Beteiligung der Frauen in den betreffenden Gremien sollte in etwa der Beteiligung der Frauen in der Armee selber entsprechen, also etwa im Promillebereich.

8. Die Beteiligung von Frauen und Männer an Kampfverbänden und an
internationalen Verbänden hat auf freiwilliger Basis zu erfolgen.

Es ist offensichtlich, dass die Genossinnen vom ASF keine Ahnung haben, wie eine Armee funktioniert (oder funktionieren sollte). Wenn eine Frau fuer Einsaetze in Kampfverbaenden ausgebildet wird, kann sie im Ernstfall selbstverstaendlich auch dementsprechend eingesetzt werden; kneifen gilt dann nicht. Alles andere waere eine sinnlose Verschleuderung von Steuergeldern, schliesslich ist die Ausbildung eines Soldaten nicht gerade billig. Waere ja noch schoener...

In Friedenszeiten werden IMHO sowieso nur Freiwillige zu militaerischen oder humanitaeren Einsaetzen (insbesondere im Ausland) herangezogen, was solange sinnvoll ist, wie der diesbezuegliche Bedarf an Offizieren und Mannschaften durch Freiwillige gedeckt werden kann. Ob jemand in Friedenszeiten zu einem Einsatz gezwungen werden koennen soll, ist eine politische Frage und haengt direkt damit zusammen, welche Ansprueche die Politik an die Armee hat und wie dringend diese erfuellt werden muessen.

---Zitatende----

Zusammengefasst also zeigt sich ein typischen Muster:
Frau will selbstverständlich alle Rechte (was meiner Meinung ja auch ok
ist), aber eben auch jede Menge Sondervergünstigungen und vor allem keine
Pflichten.

Ja, darauf laeuft es hinaus.

Spricht doch für sich - oder?

In der Tat...

Gruss

Maesi


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