Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: unmännlich

Peter, Saturday, 24.05.2003, 22:35 (vor 8292 Tagen) @ Ferdi

Als Antwort auf: Re: CSUler: "Gleichstellungspolitik ist nicht nur Frauenpolitik" von Ferdi am 24. Mai 2003 10:23:33:

Hallo Ferdi,

du schreibst:

Oder hat schon jemals jemand gehört, dass Frauen, die in "Männerberufen" tätig sind, etwa Ministerinnen, Amtsleiterinnen, Rechtsanwältinnen, Unternehmerinnen oder Physikerinnen als "unweiblich" hingestellt wurden? Ich nicht.

Ich habe es gelesen - in Schriften von vor fünfzig Jahren. Wer es heute so benutzt, gilt zu Recht als Gegner der Gleichberechtigung und als Ewiggestriger. Ich hoffe, das gilt bald auch für den Begriff 'unmännlich'.

Er (der Begriff 'unmännlich') wurde bisher erfolgreich dazu missbraucht, Männer an der Entfaltung ihrer Fähigkeiten auf den Gebieten, auf denen die Frauen Exklusivkompetenzrechte beanspruchen, zu hindern. Offenbar scheuen manche Frauen die Konkurrenz der Männer wie der Teufel das Weihwasser, denn sie könnten von fähigen Männern ja regelrecht "vorgeführt" werden und ihre überbezahlten Pfründe verlieren.

Ja, manche Frauen hätten gerne in 'ihren' Gebieten Exklusivkompetenz. Mir ist die Benutzung des Begriffes 'unmännlich' bei der Behauptung ihrer Exklusivkompetenz allerdings selten aufgefallen, mir scheint die Hauptwaffe eher in einem Heruntermachen des männlichen Arbeitseinsatzes zu liegen - wenn Mann das Kind versorgt hat, muss Frau es zur Kontrolle nochmal tun, und sowas demotiviert natürlich den Mann.

Gruß,

Peter


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