Re: CSUler: "Gleichstellungspolitik ist nicht nur Frauenpolitik"
Als Antwort auf: Re: CSUler: "Gleichstellungspolitik ist nicht nur Frauenpolitik" von Jolanda am 24. Mai 2003 10:55:37:
Hallo liebe Jolanda!
Ich muss dazu aber sagen, dass wenn es um das Wort "unmännlich" geht, vor allem auch die Männer an sich arbeiten müssen.
Du weisst aus eigener Erfahrung, dass du oftmals damit konfrontiert wirst, wenn es um das Rock tragen geht. Und du weisst auch, dass die extremsten Reaktionen von den Männer selbst kommen.
Ja richtig, aber Du weisst auch, dass mir sowas am ***** vorbeigeht. Ich bin so selbstbewusst und überzeugt, dass ich dagegen völlig immun bin. Nach meiner nunmehr 4jährigen Erfahrung damit ist es nur der blanke Neid und der Ärger, dass die Betreffenden erkennen müssen, dass letzlich sie die "unmännlichen Weicheier" sind, weil sie das nicht bringen. Der weitaus überwiegenden Anzahl der Männer ist es egal, was ich trage. Und von den Frauen kommt tatsächlich nur begeisterte Zustimmung.
Aber hier geht es doch um was ganz anderes. Markus Gruebel moniert, dass Männer, die bereit sind in diesen Berufen zu arbeiten, von den dort tätigen Frauen gemobbt werden und von denen als "unmännlich" bezeichnet werden. Das ist genau so ein Begriffsmissbrauch wie das Wort "frauenfeindlich" für Feminismuskritiker.
Denn erstens sind sie den ganzen Tag von halbnackten Mädchen umgeben, schau dir die jungen Dinger mal an, wie die in die Schule gehen. Bei uns im Kanton Tessin wollen sie den Mädchen verbieten mit Hüfthosen wo man den halben Tanga Slip sieht, wenn sie sich hinsetzen und mit bauchfreien Oberteilen in der Schule zu erscheinen.
Ja ich sehe das auch täglich. Aber mich lässt sowas kalt, ich fahre darauf nicht ab. Ich kann einfach nicht glauben dass ein normal veranlagter Mann, der als Lehrer vor so ner Klasse steht, sich davon beeindrucken lässt.
Heute wo ein Mann sehr aufpassen muss, dass er keine Anklage wegen sexueller Belästigung in die Schuhe geschoben bekommt, ist das bestimmt auch eine Hemmschwelle sich solchen Berufen zu widmen.
Das ist allerdings ein sehr schwerwiegendes Hindernis. Wenn frau fordert, dass Männer sich mehr in sozialen und Erziehungsberufen engagieren dann muss frau auch fordern dass die Hysterie um den Begriff "sexuelle Belästigung" beseitigt wird. Dazu gehört, dass der Begriff im Gesetz so haargenau beschrieben wird wie die Begriffe in den Naturwissenschaften. Ausserdem muss die Beweispflicht sehr ernst genommen werden und es darf auf keinen Fall - wie beim Gewaltschutzgesetz - zu einer Beweislastumkehr kommen.
Es muss endlich damit Schluss gemacht werden, alles, was üblicherweise von Frauen gemacht wird (Frauenberufe, Hausarbeit, Kindererziehung), von vorneherein gering zu schätzen. Dann werden sich auch mehr Männer, die sich für diese Tätigkeiten "berufen" fühlen, hierfür ernsthaft bewerben. Das wird dann auch dazu führen, dass diese Berufe anständig bezahlt werden, wovon dann auch die hier tätigen Frauen etwas hätten.
Liebe Grüsse,
Ferdi
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Arne Hoffmann,
24.05.2003, 01:54
- Re: CSUler: "Gleichstellungspolitik ist nicht nur Frauenpolitik" - Stefan G., 24.05.2003, 12:48
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Ferdi,
24.05.2003, 13:23
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Jolanda,
24.05.2003, 13:55
- Re: CSUler: "Gleichstellungspolitik ist nicht nur Frauenpolitik" - Ferdi, 24.05.2003, 16:08
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- Re: unmännlich - Peter, 24.05.2003, 22:35
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Jolanda,
24.05.2003, 13:55
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