Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Frauen haben die Macht

Rüdiger, Tuesday, 12.11.2002, 20:37 (vor 8484 Tagen) @ Diogenes

Als Antwort auf: Frauen haben die Macht von Diogenes am 07. November 2002 22:40:58:

Wer sich was anderes einredet, hat nichts kapiert. Warum führen Männer Kriege,

So so, Stalin hat dann wohl Finnland angegriffen, weil er sich damit bessere Chancen auf Frauen erhoffte? Und Hitler hat Polen nur überfallen, um bei Eva Braun einen Stein im Brett zu haben? Mag sein, daß die Hoffnung auf Erfolg bei den Frauen dabei mitspielen mag, ebenso wie bei Sportwagen oder beim Bergsteigen, ich glaube aber, daß Reinhold Messner auch ohne Frauen weiter auf Berge stiege. Diese heute modische monokausale Erklärung ist, wie alle "einfachen" und scheinbar einleuchtenden Erklärungen, ein ziemlicher Schmarrn und bestenfalls halbwahr.

warum klettern sie auf Berge, warum machen sie Karriere, warum geben sie ihr sauer verdientes Geld für völlig unpraktische Sportwagen aus, warum schuften sie an Zugtürmen und Drückerbänken für die Definition der Brustmuskulatur,

Und warum tun dasselbe die Frauen? Grad heute hab ich auf dem Laufband neben mir wieder so eine durchtrainierte Amazone gesehen, die mich locker abhängen würde. Daran könnte ich die Frage knüpfen: Warum hungern Frauen, warum trainieren sie? Es ist erwiesen, daß pummelige Mädels weniger Rendezvous haben als schlanke? Warum der Schlankheitswahn? In anderen Kulturen, etwa auf Südseeinseln, die bis vor kurzem noch kein Fernsehen kannten, gab's bislang keine Magersucht - und mit den westlichen Fernsehbildern und dem neuen Schönheitsideal kam sie auf einmal .... Nicht nur Männer wollen das andere Geschlecht beeindrucken, auch Frauen.

warum begeben sie sich in aussichtslose Konkurrenz zu 20jährigen Geschlechtsgenossen, die vor lauter Naivität, Saft und Kraft sowieso jederzeit potenter sind, warum lassen sie sich jahrelang und jahrzehntelang von Müttern, Freundinnen, Verlobten, Lebensgefährtinnen und Ehefrauen wie Trottel behandeln, warum ?
Nur aus einem einzigen Grund:
Biologisch sind es die Frauen, die über die sexuelle Auswahl entscheiden und nicht die Männer.

Und wieso hör ich dann manchmal von Frauen, daß sie unglücklich sind, weil sie diesen oder jenen Mann wollen, aber nicht bekommen können, weil der nicht in sie verliebt ist und sie eben einfach nicht will, jedenfalls nicht für eine Dauerbeziehung? Zugegeben, allzu oft hört man das nicht, aber das gibt's durchaus.

Vor einiger Zeit sah ich eine Fernsehsendung zum Thema "Wie interpretiert man Statistiken?" Da wurde u. a. auch auf die Tatsache verwiesen, daß verheiratete Männer älter werden als unverheiratete. Dann sah man einen Mann, der zum Traualtar eilte, auf daß er länger lebe .... "Alles Quatsch", verkündete der Sprecher überlegen, "verheiratete Männer würden deswegen älter, weil Frauen bei der Partnerwahl die gesünderen, fitteren und stärkeren Männer bevorzugten. Etwas anderes zu glauben hieße, eine typische Fehlinterpretation von Statistiken zu begehen." Ich hab eher den Eindruck, hier haben wir es mit dem typischen Phänomen zu tun, daß alles durch die Brille einer gerade modischen These gesehen wird. Mag ja sein, daß Frauen einen chronisch kranken Schwächling gern übersehen - aber so mit 20, 30 sind doch die meisten Menschen/Männer gesund und stark, und keiner kann sagen, ob einer mit 50 an Krebs sterben oder bei voller Gesundheit 90 werden wird .... Wie ist es denn mit evangelischen Pastoren und katholischen Priestern? Die evangelischen Pastoren haben eine um mehrere Jahre längere Lebenserwartung - und da kann ich nun wirklich nicht daran glauben, daß katholische junge Priesteranwärter per se die schwächlicheren sind; sie dürfen nur einfach aufgrund des kath. Dogmas nicht heiraten, das ist alles. Es tut dem Menschen, diesem "sozialen Tier", offenbar nicht gut, alleine zu leben, das ist für mich ganz offensichtlich. Man erlebt ja auch oft, daß, wenn bei alten Ehepaaren einer stirbt, der andere kurz darauf den Halt verliert und auch nicht mehr lange lebt.

Einerseits wird triumphierend verkündet, alleine die Frauen bestimmten die Auswahl der Männer, die sich fortpflanzen dürfen (und nicht auch umgekehrt), andererseits gibt es viel weibliches Gekreische über Männer, die ihre Frauen verlassen oder (angeblich) pausenlos fremdgehen. Also doch nicht nur Frauen, die sich bei der Wahl der Geschlechtspartner erhebliche Freiheiten erlauben ..... :-)

Für mich ist diese These von der "weiblichen Vorauswahl" allenfalls halbwahr und dient wie das Gerede vom "EQ" dem Zweck, daß Frauen sich mal wieder ein bißchen besser und überlegener fühlen können.

Frauen sind das "kritische" Geschlecht. Sie bestimmen.
Und die Männer reden sich ein, sie seien die "Herren der Schöpfung".
Auch wirklich häßliche Frauen haben noch die Chance, einen Sexualpartner zu finden, der sie kostenlos bedient. Hingegen müssen selbst passabel aussehende Männer nicht selten für Sex bezahlen, ab einem gewissen Alter, in dem Sex für Frauen meistens schon keine entscheidende Rolle mehr spielt, sowieso.
Und noch eins kommt hinzu und daran wird auch dieses Forum nichts ändern:
Während Frauen oft eine Art "natürlicher Solidarität" unter Frauen pflegen, sind Männer jederzeit bereit, einen Freund wegen einer Frau zu verraten oder nieder zu konkurrieren.

Eifersuchtsdramen unter Freundinnen und Frauen gibt's ebenso. Hör bitte auf, alles so einseitig zu sehen.

Gruß, Rüdiger

Also Jungs, macht Euch nichts vor, war zwar ein netter Versuch aber ihr werdet vermutlich nichts ändern, die Genetik und der Zeitgeist sprechen dagegen.
Trotzdem viel Glück.


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