Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Der Nudelholzwitz

Mus Lim ⌂, Sunday, 23.08.2009, 01:37 (vor 6066 Tagen) @ Mus Lim

Nudelholzwitz

Wer kennt sie nicht die Nudelholzwitze. Ein unbeholfen wirkender Mann und daneben oder dahinter seine Gattin zum Schlag ausholend mit dem Nudelholz.

In der DDR war der Karikaturist Henry Büttner der wohl bekannteste Zeichner von Nudelholzwitzen. Viele seiner Karikaturen sind im einzigen Satireblatt der DDR, dem "Eulenspiegel" veröffentlicht worden.

Die Existenz des Nudelholzwitzes hat erstaunlicherweise bisher noch kein Nachdenken über seinen gesellschaftlichen und individuellen Zweck in Gang gesetzt. Klar ist erst einmal nur eins, es gibt kein Pendant zum Nudelholzwitz, in dem der Täter männlich und das Opfer weiblich ist.

"Der Witz und seine Beziehung zum Unbewußten", so heisst ein Buch des Begründers der Psychoanalyse Siegmund Freud. Der Witz hat häufig die Aufgabe, bedrohliches in eine verfremdete Form zu bringen und so eine als unerträglich empfundene Spannung der Anschauung überhaupt erst einmal zugänglich zu machen. Der politische Witz kann auf diese Weise erst einmal in seiner Funktion verstanden werden.

Der Nudelholzwitz, so unsere These, ist eine Möglichkeit, männliche Angst vor dem Weiblichen und vor weiblicher Gewalt anschaubar und beherrschbar zu machen. Das was als Tabu existiert hat auf diese Weise die Möglichkeit, sich in getarnter Form öffentlich zu machen.

http://www.maennerrat.de/nudelholzwitz.htm

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