Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Ceterum censeo...

Cardillac, Saturday, 05.03.2011, 22:26 (vor 5431 Tagen) @ Holger

Erst vor dem Hintergrund des Scherbenhaufens einer gendersozialistischen
Schuldeninternationale bemerken manche erstaunt, ...
Bleibt der blutige Sturz einer Politkaste, die sich bereichert hat wie der
Sonnenkönig zu absolutistischen Zeiten, mit dem Quotenwahn eine neue
Ständegesellschaft geschaffen hat, gegen die Preussen ein leuchtendes
Beispiel an Volksdienlichkeit war.

Schön! Aber:

Die Schulden der PIGS-Staaten aber auch der USA sind nur die Kehrseite des deutschen oder chinesischen Exportbooms. Die Finanzhilfen für die PIGS-Staaten werden doch weitergereicht an die Gläubigerbanken, darunter viele deutsche. Das Ganze hat weder mit Gender noch mit Sozialismus was zu tun.

Marx nannte den Kapitalismus den „prozessierenden Selbstwiderspruch“ weil er einerseits bestrebt ist, unendlich viel Reichtum in der Geldform zu erzeugen, andererseits die Quelle des Werts, menschliche Arbeit, durch Steigerung der Produktivkräfte sukzessive eliminiert. Die industrielle Fertigung erzeugt längst nicht mehr genügend Wert um die Akkumulationssucht des Kapitals zu befriedigen; deshalb fand der Markt Mechanismen, in denen „fiktives Kapital“ sich ohne das Dazwischentreten menschlicher Arbeit vermehrt. Das ist der Hintergrund der Finanzkrise, die ja im Prinzip eine Schuldenkrise ist.

Leider ist dieses Problem nicht durch jacobinischen Terror zu lösen, obwohl mir auch recht häufig danach ist. Man könnte sich leicht in einer der antisemitischen Tobsucht analogen Barbarei wiederfinden, wenn man die Krise einer „abstrakten Form“ personalisiert. Gewalt ist nur das vorletzte Wort. Das letzte spricht die neuen Regeln aus. Diesbezüglich scheinen unsere Vorstellungen sehr weit auseinander zu liegen


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