das problem der telekom
Hallo jojo!
Als ehemaliges Staatsunternehmen hat die Telekom auch immer noch unkündbare Beamte. Manche von denen werden nicht mehr benötigt, können aber eben nicht gekündigt werden. Deren Arbeitsalltag sieht dann etwa so aus: Die stehen morgens auf, warten bis etwa 10 Uhr auf einen eventuellen Anruf aus der Firma, der aber nie kommt. Danach haben sie den Rest des Tages frei. Und das geht so die ganze Woche, den ganzen Monat, das ganze Jahr. Und das Gehalt kommt trotzdem.
Natürlich versucht man, durch verschiedene Maßnahmen diese Beamten loszuwerden. Aber wer gibt so ein Leben schon freiwillig auf?
Also fallen da weiter sinnlose Kosten an, die anderswo eingespart werden müssen. Vor allem spart man wie üblich bei den produktiven Mitarbeitern.
Daß die Telekom sich trotzdem am Markt noch relativ gut behaupten kann, liegt vor allem daran, daß die Konkurrenz zwar solche Altlasten nicht als Klotz am Bein hängen hat, aber trotzdem kräftig am Service spart. Jedenfalls höre ich in meinem Bekanntenkreis erstaunlich wenig über Probleme mit der Telekom, dafür aber umso mehr über Probleme mit diversen Konkurrenten.
Ich denke, von der Frauenquote erhofft man sich vor allem ein besseres Bild beim Endverbraucher. Die hoffen offensichtlich wirklich, daß viele Frauen deshalb Verträge mit der Telekom abschließen werden, und daß die allermeisten Männer damit zumindest kein Problem haben.
Ähnliches gibt es schon lange z.B. auch bei Banken. Da werden schon seit Jahren bevorzugt Frauen auf Führungsposten gesetzt. Die Anweisungen dafür kommen immer von ganz oben, und die Filialleiter können dann zusehen, wie sie das umgesetzt bekommen. Von einem Beispiel dafür hab ich schon vor Jahren in meinem Bekanntenkreis gehört:
Da arbeitete jemand schon lange bei einer Bank, und es wurde eine Führungsposition frei. Dieser Mitarbeiter war für den Posten qualifiziert und hatte auch die nötige Erfahrung und Leistungsbereitschaft. Der Filialleiter hätte ihm die Stelle gern gegeben, aber von ganz oben kam die Anweisung, daß unbedingt eine Frau die Stelle kriegen muß. Also fragte der Filialleiter alle weiblichen Mitarbeiter, die einigermaßen qualifiziert für die Stelle waren. Die winkten aber alle ab - einen Posten, wo Überstunden im Gehalt inklusive waren, wollten sie allesamt nicht. Auch mußte man viel herumfahren - das war den Damen ebenfalls suspekt.
Die Konzernleitung bestand aber partout auf einer weiblichen Führungskraft. Also wurde das Problem schließlich so gelöst: Eine Frau wurde auf den Posten gesetzt, bekommt nun das entsprechende Gehalt, aber sie macht da nur Dienst nach Vorschrift innerhalb der regulären Arbeitszeit und muß auch nicht dauernd durch die Weltgeschichte fahren. Die Überstunden und Kundenfahrten übernimmt der männliche Mitarbeiter, der den Posten eigentlich kriegen sollte. Damit der das mitmacht, muß der Filialleiter ihm natürlich etwas mehr zahlen als vorher.
Aus Kosten-/Nutzen-Sicht betrachtet ist das natürlich alles andere als optimal. Aber so wird das in den meisten Fällen laufen, denn genau das ist gemeint, wenn davon geredet wird, daß es für weibliche Führungskräfte leichter sein müsse, Familie und Berufsleben unter einen Hut zu bekommen: Alle unangenehmen Arbeiten sollen weiterhin von Männern erledigt werden. Jeder weiblichen Führungskraft wird dann also ein männlicher Assistent zugeteilt werden, der ihre Arbeit macht, während sie dafür Anerkennung und ein überhöhtes Gehalt einheimst.
ZUKUNFTSVISION: sollte der prognostizierte fachkräftemangel tatsächlich eintreten, werden männer zu kleinen firmen ohne quotendruck abwandern. dann wird es heißen: piratenhaft bissige männliche start-ups gegen wohnzimmerwarme schwerfällige matriarchale tanker-kombinate, leistung gegen quote.
Diese Kombinate werden mit ihrer Marktmacht und mit Hilfe des Staates kleinere, innovative Firmen von den Märkten fernhalten. Das Ergebnis wird letztendlich sehr ähnlich aussehen wie die Zustände in der DDR, zumindest wirtschaftlich betrachtet. Nur das Sozialsystem wird wesentlich schlechter sein. Es wird also eine Kombination der Nachteile der DDR und der Alt-BRD sein. Und wer Widerstand dagegen leistet, der wird wesentlich mehr Gegenwind bekommen als die Menschen, die in der DDR Ende 1989 gegen die Regierung demonstrierten.
Freundliche Grüße
von Garfield
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02.03.2011, 00:40
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