Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Ekki - Ficken, Kultur, gut und gut gemeint

Ekki, Sunday, 23.01.2011, 17:15 (vor 5471 Tagen) @ DvB
bearbeitet von Ekki, Sunday, 23.01.2011, 17:21

Hallo DvB!

http://www.wgvdl.com/forum/index.php?id=167641
Nö. Die Gleichheit vor dem Gesetz mußte lange erkämpft werden.

Bürgerrechte sind nicht "Gleichheit".
Gleichheit ist ein Hirnfurz, kein Recht.

Also lehnst Du Gleichheit vor dem Gesetz ab? Oder hab' ich Dich da falsch verstanden?

Da war nicht viel mit frei in der Gegend rumficken. War alles ganz phöse
reglementiert. (Gut, das war schon Verfallsphase der babylonischen Kultur.
Aber Reglementierungen gab es auch zu deren Beginn.)

Keine Frage:

Es kommt außer der Gleichheit vor dem Gesetz auf darauf an, was das Gesetz allen gleichermaßen erlaubt und verbietet.

Die Vorstellungen davon variieren und entwickeln sich.

Verfallssymptom Schulpflicht
Die Schulpflicht wurde von den 1789er-Degeneraten einführt. Sie basiert -
zumindest vorgeblich - auf der Annahme, daß Erbanlagen nicht existieren
und man aus einem Schwachsinnigen durch Bildung ein Genie machen könnte.

Das glaubst Du jetzt selbst nicht, oder?

Die Einführung der Schulpflicht hatte zum Ziel, allen den gleichen Grundstock an Wissen und Fähigkeiten mitzugeben - unabhängig von der Herkunft des Einzelnen.

Wo, bitte schön, stand je geschrieben "Kraft Einführung der Schulpflicht hat jeder ein Genie zu werden?"

Was selbstverständlich propagandistischer Unsinn ist. Was
selbstverständlich nur ein anderer und allgemeinerer Aufguß des
Genderblödsinns ist, nach dem das Geschlecht nicht durch Anlage sondern
durch Sozialisation erlangt werde.

Nein - das eine hat mit dem anderen ersichtlich nichts zu tun:

Der Fächerkanon im Schulsystem kann und muß jeder Junge und jedes Mädchen bewältigen, um danach auf dieser gemeinsamen Grundlage seine Anlagen weiterentwickeln zu können.

Das Geschlecht dagegen ist durch Geburt vorgegeben und seine Änderung nicht möglich bzw. nicht wünschenswert.

Man kann sich trefflich theoretisch darüber streiten, ob Alphabetisierung ein Volk nun stark macht oder schwach. Jedenfalls kann man in der Realität beobachten, daß es anatolischen Ziegenhirten, die des Lesens und Schreibens nicht mächtig sind, problemlos gelingt, uns aus unserem eigenen Land hinauszuficken.

Und die Schlußfolgerung lautet Deiner Meinung nach:

Wenn auch die Deutschen nicht lesen und schreiben könnten, würden sie sich gegen die "anatolischen Ziegenhirten" behaupten?

Interessanter ist aber, daß die Alphabetisierung hierzulande massiv zurückgeht. Während die Schulpflicht aber bleibt. Und zunehmend nur noch zur puren Indoktrination und Gehirnwäsche benutzt wird. Was nahelegt, daß eine Schulpflicht lediglich als Herrschaftsinstrument totalitaristischer Ordnungen benötigt und unter dem Vorwand der Bildung aufoktroyiert wird.

Selbst innerhalb Deiner eigenen Argumentationslinie müßtest Du angesichts des obigen Befundes für eine Änderung des Lehrplans plädieren, keinesfalls aber - wie eingangs geschehen - für die Abschaffung der Schulpflicht.

Ein Bauer vor 300 Jahren konnte nicht lesen und schreiben - und hatte auch wohl auch seine Verpflichtungen. Aber er war vergleichsweise frei. Bei der Kolonisation Amerikas konnte er ausziehen, ein Stück Land besetzen und aus eigener Kraft leben.

Die Industrialisierung ist nicht von finsteren, verschwörerischen Mächten erfunden worden.

Die Beobachtung ist zwar durchaus richtig, daß die Menschen der Industriegesellschaft nicht mehr zurecht kämen, beraubte man sie der technischen Errungenschaften.

Die Kehrseite ist aber:

Durch die Entdeckung der Stromerzeugung in der zweiten Hälfte des 19. Jh. wurden die Menschen in einem Maße unabhängig von den Ur-Elementen, wie sich das vorhergehende Generationen kaum zu erträumen gewagt hätten.

Und in den noch wenig industrialisierten Ländern streben die Menschen in ihrer überwältigenden Mehrheit danach, ebenfalls in den Genuß des technischen Fortschritts zu kommen.

Und wo in den industrialisierten Ländern einmal Naturgewalten wie z.B. Überschwemmungen (Australien, Brasilien) die Gesellschaft (andeutungsweise) in den "Urzustand" zurückversetzen, wird nicht etwa der Urzustand beibehalten, sondern die technische Infrastruktur wieder aufgebaut.

Und das alles ist Idiotie?

Denn Wissen ist Macht. Wer könnte das heute? 99% würden jämmerlich verrecken, wenn nicht der Staat kommt, um ihm den Popo abzuputzen.

Darf ich um detaillierte Auskünfte über Deinen Lebensstil bitten - einschließlich der Reinigung Deines Darmausgangs? Ist zwar geschmacklos, aber bitte - Du hast davon angefangen.

Verfallssymptom Menschenrechte
Die Menschenrechte sind ein Sammelsurium diffuser Behauptungen, die die diffusen Bestebungen des 1789er Abschaums wiedergeben. Als "Rechte" wurden sie von den Alliierten zum Zwecke der Verhöhnung erlassen und nicht eingehalten, bzw. schon in der Formulierung schon von vornherein uneinhaltbar formuliert.

Das heißt im Einzelnen?

Ich versuche ja die ganze Zeit, Dir lediglich anhand Deiner Äußerungen zu erwidern, ohne Dir irgendetwas zu unterstellen.

Aber wenn Du an dieser Stelle damit ankommst, die Alliierten hätten die Menschenrechte zum Zweck der Verhöhnung erlassen, dann muss ich jetzt doch mal ganz blond fragen:

Wünschst Du Dir das Dritte Reich zurück?

Z.B. ist es so sinnlos, per Gesetz festzulegen (sic), daß alle Menschen mit Vernunft begabt sind (vgl. Art. 1), wie es sinnlos ist, die Schwerkraft als vorhanden oder nicht vorhanden festzulegen. Das ist Klapsmühle.

Das mit der Schwerkraft würde stimmen - falls denn jemand Vorhandensein oder Nicht-Vorhandensein der Schwerkraft dekretieren wollte.

Was die Vernunft betrifft:

Ich sehe nicht, welcher Mensch oder welche Institution sich zum Richter darüber aufschwingen wollte, welches Maß an Vernunft Einzelne besitzen.

Als kleinster gemeinsamer Nenner - und nur um den geht es in der Erkärung der Menschenrechte m.E - bleibt aber:

Die Vernunft ist das Mittel, kraft dessen sich die Menschen zu verständigen vermögen.

Daß dann ein schier unendlicher Streit darüber tobt, was gemäß der Vernunft geboten sei - das steht auf einem anderen Blatt.

Verfallssymptom Abschaffung der Todesstrafe
Dafür gilt im Prinzip dasselbe wie für die "Menschenrechte". Natürlich wird durch ihre Protagonisten nach Herzenslust gemordet. Von den Jakobinern bis nach Guantanamo Oder durch vom Zaun gebrochener Kriege zur Herbeibombung der "Menschenrechte". Wobei es dann drauf ankommen soll, daß die Massenmorde nicht als "Strafe" erfolgen, sondern halt einfach so. Wie bescheuert ist das denn?

Das berührt die Frage:

Kann man Töten in dem einen Fall verdammen[/u] (indem man z.B. die Todesstrafe abschafft) und in dem anderen Fall gutheißen (indem man z.B. Kriege führt)?

Da wird man dann nicht umhin können, festzustellen, daß in dieser Hinsicht die meisten Menschen auf die eine oder andere Weise inkonsequent sind:

Es gibt Gegner der Todesstrafe, die nichts dabei finden, Soldaten in Kriege zu schicken.

Und ein Beispiel für Inkonsequenz bist auch Du:

Du belegst einerseits bestimmte historische und gegenwärtige Ereignisse mit dem Begriff "Mord", hältst andererseits aber die Abschaffung der Todesstrafe für ein Symptom zivilisatorischen Niedergangs.

Nachdem die Todesstrafe mit dem EU-Vertrag faktisch wieder eingeführt wurde,ist die Debatte darüber sowieso sinnlos. Die "Errrungenschaft" ist halt ein Hirnfurz.

(1)
Worauf spielst Du an?

(2)
Wenn Du der Meinung bist, dass "die Todesstrafe mit dem EU-Vertrag faktisch wieder eingeführt" wurde, dann müßtest Du doch eben davon begeistert sein, denn Deine Überschrift lautet doch "Verfallssymptom Abschaffung der Todesstrafe"!

Ich behaupte mal: sie sind es durchaus. Wir stellen das bloß nicht
fest, weil die betreffenden Kulturen innerhalb kürzester Zeit
ausgestorben sind

Soso, da haben also Zivilisationen - ein gewaltiges Konstrukt, das nicht von heute auf morgen entsteht - derart kurz existiert, daß kaum jemand es gemerkt hat - außer Dir natürlich.

Welche Zivilisationen waren es denn, deren ultrakurze Existenz nur von Dir wahrnehmbar war?

ist vollkommen inadäquat. Versuch doch, sie zu widerlegen. Oder ne Gegentheorie aufzustellen. Alles andere dürfte wohl kaum weiterführend sein.

Die Gesellschaften, in denen die von Dir verhöhnten Dinge wie z.B. Schulpflicht und Menschenrechte existieren, stehen sich - bei allen eingestandenen Mängeln - besser als diejenigen, in denen sie nicht existieren.

Wem das nicht gefällt, dem dürfte der Weg in entsprechende andere Gesellschaften offen stehen.

Einige tun das ja - etliche deutsche Konvertiten sind schon im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet für Allah gefallen.

Fühlt sich generell wohl in der westlichen Zivilisation

Ekki

--
Ich will ficken, ohne zu zeugen oder zu zahlen.
Lustschreie sind mir wichtiger als Babygeplärr.


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