Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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männliche Bademeister: Fatima fordert zusätzliches Hallenbad

Steuerzahler, Sunday, 23.01.2011, 13:59 (vor 5471 Tagen)

Fatima Serap Yilmaz (40) kämpft: Sie sammelt Unterschriften für ein neues Schwimmbad in Lübeck.

Lübeck - In der Hansestadt werde nicht genug Frauenschwimmen angeboten

Ein neues Schwimmbad für Lübeck – das ist der große Wunsch von Fatima Serap Yilmaz (40).
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Die Physiotherapeutin ärgert sich über das „unzureichende Angebot“ in der Stadt: Für viele ihrer Patienten seien regelmäßige Besuche in einem Schwimmbad gesundheitlich wichtig – doch gerade für muslimische Frauen gebe es kaum Möglichkeiten, sagt die Lübeckerin.

Die 40-Jährige fordert ein zusätzliches Hallenbad – eins, in dem im Wechsel ausschließlich reines Frauen- und Männerschwimmen angeboten wird. Ihr Appell gilt dem Staat und auch den Krankenkassen: „Wir haben uns integriert, zahlen Steuern und Krankenkassen-Beiträge“, sagt sie, „dann muss es für die Versicherten auch die Möglichkeit geben, zum Beispiel Wassergymnastik zu betreiben. Es geht hier um die Gesundheit, nicht ums Vergnügen.“

Yilmaz selbst ist mit zwei Jahren aus der Türkei nach Lübeck gekommen. „Ich liebe die Stadt“, sagt sie. Ihre Kinder seien mittlerweile wohl mehr von der deutschen Kultur geprägt als von der türkischen, vermutet die zweifache Mutter, „wir sind Lübecker, wir haben uns integriert.“ Sich zu integrieren bedeute aber nicht, „dass die Religionsfreiheit eingeschränkt wird“, betont Yilmaz.

Zwar wird in Lübecks Bädern Frauenschwimmen angeboten, aber „zu selten“, findet Yilmaz, „und oft sind selbst dann männliche Bademeister zugegen“. Für ihr erklärtes Ziel sammelt die Physiotherapeutin zurzeit Unterschriften. Sie bekomme viel Unterstützung: Bei ihren Patienten, Ärzten und Gemeindemitgliedern der Lübecker Moscheen habe sie mit ihrer Initiative offene Türen eingerannt, erzählt die 40-Jährige. „Der Bedarf ist sehr hoch“, sagt sie, „ein solches Bad ist etwas, das uns allen fehlt.“

Lübecks Frauenbeauftragte Elke Sasse hat „für das Anliegen als solches natürlich Verständnis“.

http://www.ln-online.de/artikel/2918376

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