Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Begrüssen?

Cardillac, Tuesday, 11.01.2011, 21:59 (vor 5483 Tagen) @ Holger

Allerdings werden sie schon rasch bei ihren Genossen in dialektische
Schwierigkeiten geraten, wenn sie bemerken, daß es sich bei der
feministischen Theorie um ureigene sozialistische Überzeugungen handelt.
Im besten Falle zerstreiten sie sich heillos,

Das ist einerseits richtig, andererseits ist in Erinnerung zu rufen, dass A.Schwarzer die von ihr geforderte Abschaffung des int. Frauentages damit begründet hat, dass dieser eine Erfindung der kommunistischen Klara Zetkin gewesen sei. Damit hat sie den Linken den Kündigungsbrief überreicht und gedenkt nur noch das vom Feminismus zu akzeptieren, was ohne den Wunsch nach sozialer Emanzipation aller Menschen auskommt, nämlich das Programm des modernen Feminismus, seiner Frauenbevorzugung und Geschlechterapartheit, den ich persönlich auch immer als Zwillingsschwester des Neoliberalismus eingeordnet habe.

BtW: Wo Kommunisten die Staatsmacht ergriffen, hatten ihre Frauenprogramme nichts mit der Rosinenpickerei des heutigen Feminismus zu tun und sie nannten sich meines Wissens auch niemals Feminismus, sondern Programm zur Frauenbefreiung usw. Frauen wurden nicht nur berechtigt, sondern im vollen Umfang verpflichtet. Sie kamen an die Maschinen, zum Bau und an die Gewehre. Sowas wie Müßiggang nach lukrativen Scheidungen gab es meines Wissens nicht, auch keine Verschonung vor vielen gefährlichen und körperlich schweren Arbeiten.

Fehler der kommunistischen Führer war ihre Vergottung der industriellen Arbeit. Um alle Menschen - Männer wie Frauen - in Arbeit zu bringen haben sie versucht, Familien in die sekundäre Rolle zu drängen. Sie haben sie aber niemals in dem Maße zerschlagen, wie das heute bei uns besichtigt werden kann. Der Mensch galt bei Ihnen nur als arbeitender Mensch was, deshalb ihre Bemühung alle Menschen primär in die Arbeit hinein zu sozialisieren..

Wenn die Linken sich in Gegnerschaft zum Feminismus stellen, wird es sehr viel enger für den Feminismus und er wird es sehr schwer haben, seine Interessen als Interessen der fortschrittlichen Menschheit zu verkaufen. Es ist ein Dammbruch, der auch die Linken vom Alptraum neoliberaler Klientelpolitik befreit.

Antifeminismus ist eine 'Graswurzelbewegung

Eben!


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