Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Und du lies mal die Johannes-Apokalypse...

Informator, Thursday, 06.01.2011, 05:14 (vor 5489 Tagen) @ DvB

Im Umkehrschluß müßtest Du ja auch meinen, daß z.B. Deine Forderung
nach Abschaffung des Vergewaltigungsparagraphen dem Maskulismus einen
Bärendienst erweist. Ich sehe sie als positiv GERADE WEGEN ihrer
Aggressivität

Danke für deine Würdigung meiner Initiative. Aber ich meinte ja nicht die Aggressivität in der Sache - da bin ich gewiß aggressiv -, sondern im Tonfall. Und ich hoffe, mich richtig einzuschätzen, wenn ich mich auf kommunikativer Ebene als eher verbindlich bezeichne. Das möchte ich jedenfalls sein.

Nehmen wir zum Vergleich J.C.: Der war in der Sache, d.h. in der Diskussion mit seinen Gegnern, den jüdischen Theokraten, äußerst schroff, wirklich knallhart. Die offene radikale Kritik an dieser Theokratie war damals nämlich durchaus unüblich. Für die Gegner waren es Ohrfeigen, und die Konsequenz, die sie daraus zogen (Forderung zur Hinrichtung durch den römischen Besatzer), sicher abzusehen.

Anderseits war derselbe Jesus äußerst milde im Umgang mit den "Normalmenschen", den "Sündern". Das Beispiel mit der Ehebrecherin macht es deutlich. Es wäre doch viel naheliegender gewesen, in die Verurteilung dieser Verbrecherin (im damaligen Rechtsverständnis) einzustimmen, ihre Verkommenheit zu bestätigen, die eigene moralische Überlegenheit herauszustreichen! Aber das tat Jesus gerade nicht.

Vielleicht verstehst du jetzt besser, was ich meine. Gott liebt die Demütigen. Folglich wird ein wahrer Christ furchtlos gegen die Mächtigen vorgehen, wenn es sein muß; aber vor dem Nebenmenschen wird er nicht beweisen wollen, daß er gottgleich oder gottähnlich sei. Denn im Angesicht des Höchstens sind wir gleichermaßen alle unvollkommen und sollten uns dessen auch bewußt sein.

trel


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