Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

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Feminismusrakete

DvB, Saturday, 20.11.2010, 00:20 (vor 5535 Tagen) @ Roslin

Unfug, grober obendrein.

Ach wirklich - dann begründe es. Beantworte die Frage, wo das Geld für den Zins herkommen soll. Im System ist es nicht enthalten.

Immerhin gelang es bis ca. 1970 einen Sozialstaat zu finanzieren, mit dem
es sich nicht schlecht leben ließ, ohne Verschuldung.
Erst die unmäßige Aufblähung der Sozialleistungen in der Folgezeit mit
dazu gehörender Aufblähung des Staatsapparates - die Verwalter des
Sozialen arbeiten ja nicht um Gottes Lohn, ein Großteil des Geldes, das
sie leistungslos umverteilen, bleibt in ihren Taschen hängen, sie wollen
schließlich bezahlt werden und das verhältnismäßig üppig - zwang zur
Verschuldung.
Alternative wäre gewesen nicht mehr zu leisten als geleistet wird.
Damit gewinnt man keine Wahlen mehr.
Als verschob man die Bezahlung gegenwärtiger Wohltaten in die Zukunft.

Ist ja alles richtig. Doch ist dieses ganze System überhaupt nur um den Zins herum aufgebaut.

Die Sozialabgaben sind jetzt, nach 40 Jahren Schuldenanhäufung, immer
noch doppelt so hoch wie die Zinszahlungen

Nur wenn Du allein die (offiziell zugegebene) Staatsverschuldung im Blick hast (was etwa in den Bilanzen der HRE versteckt wird, läuft ja nicht unter dem Label Zinszahlung). Tatsächlich steckt der Zins aber im Preis jeder Ware, jeder Dienstleistung, auch jedes Medikaments usw. - denn die Firmen sind entweder verschuldet oder kalkulieren mit fiktiven Renditen (etwa eine CT wird nicht deshalb billiger, weil das Krankenhaus die Gerätschaft inzwischen abgezahlt hat). Ob Dus direkt als Zins oder als Rendite der Krankenhausaktie ansiehst, ist letztendlich unerheblich. Es wird geschätzt, daß die Preise heute zu ca. 85 bis 90% aus Zins bestehen.

Davon abgesehen liegt die jährliche staatliche Neuverschuldung seit vielen Jahren etwa in der Höhe der jährlichen Zinszahlungen. Damit spielt die Schuldenanhäufung seit langem überhauptkeine Rolle mehr für den Sozialkram.
Dasselbe hat ja Adenauer z.B. auch mit den Renten gemacht - vom Ansparen auf "Generationenvertrag" umgestellt. Das bringt ein paar Jahre Überfluß und Wählerstimmen, eben auf Kosten der Substanz. Klar: bis zu einem gewissen Grad folgen die Politikverbrecher ihrer eigenen Logik. Das ändert aber nichts daran, daß der Zins von Anfang an der Dreh- und Angelpunkt des ganzen Kaspertheaters ist


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