Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Alexandra Kollontai

Guildo, Wednesday, 17.11.2010, 01:04 (vor 5538 Tagen) @ Manifold

Heute braucht es aber keine traditionellen Rollen mehr, damit die
Gesellschaft überlebt. Wer das will, kann das im Privaten machen - das ist
sein Bier. Aber er darf sie nicht in Form einer Geschlechterpolitik anderen
aufzwingen. Denn dann ist man nicht besser als die Feministinnen mit ihrem
"Neuen Mann"-Unsinn

Was ist denn die Alternative? Wir haben mit der Abschaffung der bisherigen Aufgabenverteilung zwischen Mann und Frau eine Gesellschaftsform errichtet, die den Vorstellungen der Kommunistin Alexandra Kollontai ziemlich genau entsprechen:

Zitat:

"In ihrer Schrift „Die neue Moral und die Arbeiterklasse“ macht sich Kollontai Gedanken, wie gleichberechtigte sexuelle Beziehung zwischen Männer und Frauen aussehen können, die weder von wirtschaftlichen noch von emotionalen Abhängigkeiten geprägt sind. Sie entwirft das Ideal einer neuen ledigen Frau, die sich weder vom Staat noch von ihren Beziehungen und Emotionen versklaven lässt. Das Ideal der ledigen Frau hatte nach dem 1.Weltkrieg und dem Bürgerkrieg durchaus eine gesellschaftliche Grundlage. Auf den russischen Dörfern gab es 1921 8 Millionen mehr Frauen als Männer (Kollontai 1975: S. 229). Kollontai hält der bürgerlichen Doppelmoral auch biopolitische und psychologische Argumente entgegen: „In Wirklichkeit kann die Regulierung unseres Lebens durch eine sexuelle Moral nur zwei Ziele, zwei Zwecke haben: 1. der Menschheit Gesundheit, eine normal entwickelte Nachkommenschaft zu garantieren, die geschlechtliche Zuchtwahl im Interesse der Rasse zu unterstützen; 2. zur Verfeinerung der menschlichen Psyche, zur Bereicherung der Seele, dem Gefühl der kameradschaftlichen Solidarität, zu einer höheren Gemeinschaft beizutragen“ (Kollontai 1977: S. 52). Die monogame Ehe könne diesen Zweck nicht erfüllen, da sie höchst selten auf Dauer Eros stifte und durch die notwendige Ergänzung durch die Institution der Prostitution nicht zur Gesundheit der Bevölkerung beitrage. Kollontai setzt der monogamen Ehe positiv die „erotische Kameradschaft“ gegenüber, die den/die PartnerIn nicht als Eigentum betrachtet, in der sich aber die beiden Menschen auch nicht selbst aufgeben müssen. Auch wenn das Ideal weiterhin die monogame Verbindung bleibe, so müsse die Gesellschaft verschiedene Formen geschlechtlicher Liebesbeziehungen anerkennen (ebenda: S. 65). Die „neue Frau“ kann die Rolle der Mutter auch im Rahmen der neuen Beziehungsformen übernehmen, da der Staat und seine Erziehungseinrichtungen wie Kinderkrippen, Kinderheimstätten oder Mütterheime sie dabei voll unterstützen soll. Die Männer sollen hingegen eine Steuer für einen staatlichen Alimentefond leisten, um ledige Mütter zu unterstützen. Diese Forderung wurde aber von der Partei abgelehnt. Wie die neuen Frauen der russischen Revolution versuchen, sich im Arbeits- und Liebensleben, in der von Männern und dem Elend des Bürgerkrieges dominierten Welt zu behaupten, hat Kollontai eindrucksvoll in den Erzählungen „Die Wege der Liebe“ beschrieben."

Das Ergebnis ist: Einige Männer haben Familie und ein Liebesleben, aber alle zahlen dafür! Auch die 40jährige Jungfrau oder der von seinen Kindern getrennte Zahlvater! Paradisische Zustände für verantwortungslose Weiber und natürlich für Halodris und Schürzenjäger, die auf Kosten der "normalen" Männer sich vergnügen können.

Gruß - Guildo

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Most places where we all come from we can have a date, pay over $100 and not even get a goodnight kiss from some broad-ass feminazi who thinks her shit doesn't stink.
(unbekannter Fan von Angeles City)


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