Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

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Hohl in der Birne!

Fensterreiniger auf dem Obersalzberg, Friday, 22.10.2010, 21:26 (vor 5562 Tagen) @ Manhood

Eine Intepretation von Umfang, Struktur und Entwicklung von Kriminalität darf nicht allein von den Ergebnissen der Kriminalstatistik abgeleitet werden. Einem statistischen Anstieg muss kein realer Zuwachs an Straftaten in demselben Umfang zugrunde liegen. Eine hohe Sensibilität etwa gegenüber Eigentums- und Vermögensdelikten und eine erhöhte Definitionsbereitschaft zur Stigmatisierung von Gewalttätigkeiten lassen einfach die Anzeigeschwelle sinken. Sie beeinflussen so die sichtbar gewordenen Fakten der statistischen Aussagen über Struktur und Umfang der Kriminalität. Um genaue Einsicht zu erlangen, muss man die Befunde der Dunkelfeldforschung heranziehen. Die Kriminalstatistik gibt daher nicht nur ein verkleinertes, sondern auch ein verzerrrtes Bild der wirklichen Kriminalität wieder. S. 49

Für die seit 1978 höhere Kriminalitätsbelastung der jungen Ausländer in der PKS gegenüber den gleichaltrigen Deutschen, die größtenteils auf die hier lebenden Gastarbeiterkinder entfällt, werden in Deutschland die Erklärungsmuster aus Kulturkonflikten skeptisch beurteilt, zumal bei den Gastarbeitern der ersten Generation keine höhere Kriminalitätsbelastung festgestellt wurde als bei der nach Alter und Geschlecht vergleichbaren deutschen Bevölkerung. Das spricht dafür, dass Kulturkonflikte anders als durch Kriminalität gelöst werden. Für die Kriminalität werden andere Erklärungen herangezogen die sich auf sozialstrukturelle Benachteiligung in den Bereichen Beruf, Einkommen, Wohnung, Freizeit und soziale Kontrolle beziehen (Anomietheorie, Sozialisationstheorie, Theorie der differentiellen Assoziation, Labeling- Theorie). Bei diesen Gruppen zeigt sich deutlich, dass andere relevante Faktoren zur Erklärung herangezogen werden müssen, insbesondere schichtbedingte Unterschiede und sozialstrukturelle Benachteiligung. S. 26, 27.

Anomietheorie (zusammengefasst): Normschwäche ist eine Diskrepanz zwischen gesellschaftlich vorgegebenen Zielen und den dafür nötige Zugangschancen. S. 24, 25.

Labeling-Approach: Unter Berufung auf Ergebnisse der Dunkelfeldforschung ist hiernach vermehrt auftretende Kriminalität auch das Ergebnis eines Definitionsprozesses durch die strafrechtlichen Kontrollinstanzen und der Selektionsmacht des Opfers./ Die Selektion aus der Gesamtmenge aller Taten erfolgt nicht gleichmäßig, sondern verzerrend, insbesondere zum Nachteil unterer sozialer Schichten. Über 90% der Strafverfahren werden durch private Anzeige eingeleitet. Der Fund ist bedeutsam dass das offiziell bekannte Kriminalitsbild durch Initiative und Selektionsmacht des Opfers entscheidend mitgestaltet wird S. 28, 46.

So, das war jetzt grob umrissen noch einmal das Gleiche in grün, nur viel ausführlicher und differenzierter. Nur PKS heranziehen und in einstudierte Tränen und Klagen ausbrechen ist jedenfalls nicht! Deutsche in vergleichbaren Situationen können somit durch genau die gleichen Kriminalitätsraten auffallen, andere Schichten wiederum weniger kriminell erscheinen als sie es wirklich sind, der Maßstab in anderen Faktoren als der bloßen Existenz etwa als moslemisch-türkischer Migrant an sich zu suchen sein. Und so weiter und so fort.

Für den Rest empfehle ich dir das Buch, was ich dir natürlich nicht komplett zitiere/durchdiskutiere. Oder du machst einfach auf das gleiche Verhalten wie die Feminissen in bezug auf das Thema häusliche Gewalt; willst alles haben, alles belegt sehen, um am Ende doch wieder zum geliebten alten Steckenpferd und den uralten Aussage-Schlagern ("Gewalt ist männlich, räbäh!")zurückzukehren und es sich auf ihm gemütlich zu machen.

Bei den einen sind es eben Linke, "Musels", Bedürftige, Schwule und Konsorten und bei den anderen halt die Männer. Einige brauchen offenbar ihre individuelle Voodoo-Puppe zum Reinstechen, damit sie nicht kotzunglücklich sind - so ganz ohne Feindbild. Aber beide Gruppen geben sich ob ihres geistigen Horizonts nicht viel. Soviel ist mal sicher.

Und zum guten Schluß:

Hallo Max. Wer hier wem die Lederhose am Ende auszieht, wird sich noch herausstellen. Fortwährendes PC-Gammeln in schmierig-gelben Stammtisch-Foren hat sich jedenfalls schon mal als äußerst ineffektives Instrument zur Verhinderung von Zuwächsen im linken Lager herausgestellt.

In diesem Sinne ein zünftiges "Weiter so!", Kamerad. *zunge rausstreck*

Glaubsters - dein Pril-Freund.


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