Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Die Angst des Kleinbürgers vor dem Fremden

Blähhofer, Friday, 22.10.2010, 16:17 (vor 5563 Tagen) @ Cardillac

Dabei ist provinzieller Konservatismus selbst bei den Unionsparteien
abseits der Basis eigentlich kaum mehr als ein Mittel zum Zweck, ein
Köder, um Wahlvieh zu fangen. Weder Roland Koch noch Horst Seehofer haben
Probleme mit türkischstämmigen Migranten. Ohne Mobilisierung des
kleinbürgerlichen Wählerpotentials haben "konservative" Landesväter in
Bundesländern mit ländlicher Siedlungsstruktur allerdings Probleme ihre
Macht zu verteidigen.

Zustimmung, dass sind die Strukturen, die dahinterstehen. Die Bürger, die sich davon angesprochen fühlen sollen und deren Nerv auch tatsächlich getroffen wird, wollen dabei natürlich nicht sehen, dass ihre Einflüsterer derart machttaktisch agieren, siehe dazu die Reaktion von Max. Sie hängen der Illusion nach, dass die Äußerer es nur sagen, weil sie ja "das Herz am rechten Fleck trügen". Ein Lachschlager.

Genau in diesem Lichte sind auch die Äußerungen Jürgen Rüttgers' zu sehen, der auf Wahlkampfveranstaltungen im Zusammenhang mit der Nokia-Geschichte rumänische Arbeiter pauschal als faul und unzuverlässig bezeichnete. Das glaubte der doch insgeheim von Anfang an selber nicht! Oder die Äußerungen von Herrn Gauck in seiner jüngsten Rede in bezug auf Migranten und Hartz-IV-Empfänger. Allgemeinplätze, die nichts Neues waren - als ob man etwa von Bedürftigen seit Jahren keine Anspannung und Verantwortung einfordere! Aber es geht eben darum, die Leute, die bei solchen Themen immer spontan alles abnicken, was nur gegen die unliebsame Gruppe gerichtet ist, zu ihrer reflexhaften Zustimmung zu bewegen.


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