Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

233.682 Postings in 30.704 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

Das was ich meine...

Cardillac, Thursday, 21.10.2010, 13:02 (vor 5564 Tagen) @ der_quixote

Deutschland ist eine sehr erfolgreiche EXPORTNATION und verdankt seine enorme wirtschaftliche Stärke den niedrigen Löhnen, die hier an die "Arbeitnehmer" bezahlt werden, und der religiösen Inbrunst, mit welcher dem Gott Arbeit hierzulande das Leben angedient wird. An dieser Konstellation hat auch die rot-grüne Regierung (Hartz IV) einen entscheidenden Anteil, aber auch unsere handzahmen Gewerkschaften, die das koorporatve Modell des sozial ausbalancierten "rheinischen Kapitalismus" tradieren möchten, nachdem es von den Herrschenden schon lange aufgekündigt wurde.

Die südeuropäische oder US-Amerikanische Verschuldung ist nur die Kehrseite unseres Exporterfolges. Das sollte man bedenken, bevor man wehleidig über die Rettung Griechenlands usw. jammert.

Mit seiner einseitigen Exportorientierung hat das deutsche Modell Ähnlichkeiten mit Drittweltländern oder Schwellenländern. Die soziale Polarisierung, der Verfall und die Privatisierung der öffentlichen Infrastruktur, die zunehmend korrupter werdende Politikerkaste.

Dass hierzulande Lehrer beleidigt und schikaniert werden, ist nicht nur assozialen Migrantenjugendlichen zu verdanken, bei denen das besonders auffällt und denen man das besonders nachträgt. Dahinter steckt der Umbau der öffentlichen Bildung nach den Vorstellungen der Bertelsmann-Stiftung. Die Schule wird immer feminisierter, weil sie auch als Kompensationsraum immer mehr die Familien ersetzt. Der Lehrer/die Lehrerin wird von der Bildungsautorität zum Fürsorgemuttchen runtergedroschen. Der Lehrer ist die Hausfrau der Nation und hat deren verachtetes Image beerbt. Das merken nicht nur Mustafa uns Shirin sondern auch Melanie und Justin.


gesamter Thread:

 

powered by my little forum