Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Fragmente aus der Patriarchalen Vergangenheit - Wergeld

ajki, Wednesday, 29.09.2010, 12:22 (vor 5585 Tagen)

Hier ein kleines Fragment aus der Vergangenheit:

http://www.phil.uni-passau.de/histhw/TutBay/lex_baiwariorum_quellen.html

Die Lex Baiwariorum bildet das bayerische Stammesrecht. Der Text dürfte stufenweise entstanden sein, die erhaltene Fassung wurde aber erst nach der Absetzung Tassilos III. (möglicherweise in Niederaltaich) aufgezeichnet. Die auf den Herzog und den (fränkischen) König bezüglichen Bestimmungen sswie der Prolog sind deshalb bereits in karolingischem Sinne überarbeitet bzw. hinzugefügt.

Im Zentrum der Bestimmungen der Lex Baiwariorum stehn die Festlegungen des Wergeldes. d.h. der Entschädigungszahlungen bei Tötung, Verletzung oder sonstiger Beeinträchtigung von Personen. Das Wergeld ist ständisch abgestuft; der volle Satz beträgt wie folgt: (erste Zahl für männliche Opfer, zweite Zahl für weibliche Opfer)

Herzog: 960 solidi
Herzogsfamilie: 640 solidi, 1280 solidi

Angehörige der fünf genealogiae
(Huosi, Drozza, Fagana, Hagiligga, Anniona):
320 solidi, 640 solidi

Freie: 160 solidi, 320 solidi
Halbfreie: 80 solidi, 160 solidi
Sklaven: 53 1/3 solidi, 106 2/3 solidi

Man beachte das für tote Frauen mehr zu zahlen war..

/ajk


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