Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Der unbewegte Beweger

Flint ⌂, Friday, 24.09.2010, 13:24 (vor 5590 Tagen) @ Tätiger

Der unbewegte Beweger ist meiner Meinung nach Gott.


diese Antwort habe ich erwartet. Schliesslich hat Aristoteles diesen
Begriff geprägt
und diese Antwort gegeben.

Für mich bedeutet Willensfreiheit, in Einklang mit seinen persönlichen
Vorlieben zu entscheiden, d.h. dass meine Entscheidungen nicht rein von
äusseren Zwängen sondern vorwiegend von meiner Persönlichkeit determiniert
sind.

Natürlich! Integrität im Sinne von "Für mich ist nur das wahr, was ich selbst beobachtet habe" und Selbstbestimmung!

Einen Gott, der mich fernsteuert und dann bestraft, wenn er mich
fehlprogrammiert haben sollte, brauche ich dafür nicht.

Welchen Gott meinst Du denn, den christlichen? Diese Vorstellung, daß es einen (oder DEN) Gott geben könnte der so bescheuert ist und das so tut wie Du es beschreibst, somit also doofer ist als jeder hergelaufene Trottel, stammt vermutlich von einer bösartigen oder fehlerhaften Interpretation der Schriften des Christentums. Ich sage mir immer: Wenn es einen Gott gibt (wovon ich ausgehe), muß er auf jeden Fall klüger und fähiger sein als ich. Da ich selbst diesen doofen Fehler nicht gemacht hätte, habe ich auch nicht die Vermessenheit, Gott dies zuzutrauen.
Zum Thema Gott hier ein Text, den ich x-mal hier reingestellt und verlinkt habe. Das Thema kommt halt immer wieder.

Wir haben hier nach § 4 GG Religionsfreiheit und es kann jeder glauben oder nicht glauben an was er will. Oder anders ausgedrückt: Es kann hier jeder glauben oder nicht glauben, für wahr oder nicht wahr halten, was gemäß seiner Realität* nach, wahr ist oder eben nicht. Diese Realität kann sich natürlich für jede Person im Laufe der Zeit verändern. Wichtig finde ich, ist dabei, daß die Person jedesmal von neuem -entsprechend ihrer Realität und ihrer Verantwortung bestimmt, was für sie wahr ist und was nicht. Noch genauer: Was für sie eher wahr ist oder eher nicht. Da es keine Absoluta gibt (für mich gibt es keine, außer Gott), ist alles relativ. Somit ist alles nur relativ richtig oder falsch, relativ wahr oder nicht. Wir sprechen also über relative Wahrheiten.

* Realität (= relative Wahrheit) hier im Unterschied zu Wahrheit (= absolute Wahrheit) gemeint. Realität bedeutet hier "Grad der Wahrheit" (Daß, was man für wahr hält. Subjektive Realität). Es gibt so etwas wie "Gemeinsame Realität". Das ist dann das, was die Mehrheit zum jeweiligen Zeitpunkt für wahr hält.
Es gibt noch eine funktionierende (vorraussagbare) Wahrheit. Diese ist praktisch brauchbar.

Mehr will ich dazu eigentlich nicht schreiben. Das Thema ist zu groß und jeder muß selber seinen Weg gehen und herausfinden was für ihn wahr ist. Jemanden auf dem religiös-philosophischen Weg mit eigenen Erkenntnissen füttern ist ein sinnloses und fragwürdiges Unterfangen.

Gruß
Flint

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