Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Wer ist frei?

Garfield, Friday, 24.09.2010, 12:43 (vor 5590 Tagen) @ Sophie X

Hallo Sophia!

Dieses wiederum würde bedeuten, dass sie diese "Sache" höherwertiger einschätzten, als das eigene Leben. Aus diese Perspektive kann ich das Wort "opfern" gut nachvollziehen; im übertragenen Sinne natürlich auch.

Ja, in früheren Zeiten wurden Jungen und Männer sogar ganz konkret in diese Richtung erzogen. Insbesondere im Hinblick auf den Militärdienst. Aber das wirkte sich auf alle Bereiche des Lebens aus. Diese Opferbereitschaft zugunsten einer gemeinsamen Sache galt früher als wesentlicher Bestandteil der Männlichkeit.

So kam es vor, daß Männer bei Hungersnöten immer wieder hinauszogen, um Tiere zu erlegen. Wenn sie dabei erfolgreich waren, brachten sie die Jagdbeute zu ihren Frauen und Kindern, die derweil meist in den Hütten saßen und sich möglichst wenig bewegten, um Energie zu sparen. Weil die Männer auf der Jagd keine Energie sparen konnten und weil sie selbst kaum aßen, starben dann üblicherweise viele von ihnen. Sie haben sich für Frauen und Kinder buchstäblich aufgeopfert, und wenn einer von ihnen starb, übernahmen die übrigen Männer die Versorgung seiner Familie, was den einzelnen Mann dann noch mehr belastete.

Deshalb findet man in alten Sterberegistern, die während solcher Hungersnöte erstellt wurden (die gibt es z.B. in den USA, aus den Zeiten, als dort die westlichen Regionen besiedelt wurden) überproportional viele erwachsene männliche Tote. Das wird aber heute nicht mehr gewürdigt, sondern davon ausgehend wird sogar behauptet, daß Männer weniger widerstandsfähig wären als Frauen... Die Werte, die früher Männlichkeit ausmachten und es eigentlich heute noch tun, gelten heutzutage eben als unwichtig und antiquiert. Das ist eine fatale Fehleinschätzung.

Freundliche Grüße
von Garfield


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