Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Zeitgeist

ray, Thursday, 02.09.2010, 22:57 (vor 5611 Tagen) @ wurst

Sehe ich genauso. Man kann das eine nicht vom anderen trennen. Es gibt einen

> bestimmenden Zeitgeist, aus dem all die Männerdiskriminierung das Reservoir schöpft.

Würde nicht das Männliche an sich heute so sehr in Misskredit stehen, dann wären auch
solche Losungen wie "wer die menschliche Gesellschaft will, muss die männliche
überwinden" (einer grossen Volkspartei!!) nicht denkbar. Dann würde man auch längst
die Wehrpflichtdebatte aus Gendersicht und nicht nur aus Kosten- bzw. Effizienzsicht
betrachten. Dann gäbe es auch nicht nur Frauenbeauftragte, sondern auch
Männerbeauftragte. Dann würde das Sorgerecht anders geregelt. Dann würde man auch
sehen, dass Frauen nicht die Hauptopfer von Gewalt sind. Dann hätte man längst einen
Männergesundheitsbericht erstellt. Dann hätte man längst erkannt, dass Männer nicht
nur an der Unternehmensspitze dominieren, sondern auch unter der Brücke. Dann würden
Frauen für die gleichen Taten nicht milder bestraft als Männer usw. usf.

Ich gebe zu, dass ich den Zusammenhang so noch nicht gesehen habe. Da ist schon einiges dran. In einem bestimmten Zeitgeist sind Ungerechtigkeiten leichter umzusetzen, bzw. fallen sie gar nicht so sehr auf. Will damit auch sagen, dass ich lernwillig bin ;-).

Die Frage ist nur, was macht man nun? Was die mediale Darstellung der Geschlechter angeht, da wird man nicht viel ändern können. Es sei denn, man fordert eine weitere Form der political correctness ein. Die Medien müssten permanent darauf achten, wie oft ein Bild von einer Frau und einem Mann zu einem bestimmten Thema auftauchen. Quasi eine visuelle Quotenregelung.


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