Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

233.682 Postings in 30.704 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

Kriminelle Frauen werden therapiert

Wolfgang A. Gogolin ⌂, Hamburg, Thursday, 02.09.2010, 13:11 (vor 5612 Tagen) @ Mus Lim

Kriminalität und Strafvollzug sind vorrangig Männersache.[/i] Obwohl
rund 52% unserer Bevölkerung weiblich sind, erfasst die polizeiliche
Kriminalstatistik lediglich etwa 23% weibliche Tatverdächtige. Der
Anteil der Frauen an den rechtskräftig Verurteilten ist mit 16% noch
geringer.
Und schließlich zeigt ein Blick in unsere Gefängnisse: Nur
etwa 5% aller Inhaftierten sind Frauen. Niedersachsen hat rund 7000
Haftplätze für männliche und 344 Haftplätze für weibliche Gefangene ...

Strafgesetzgebung und Gerichte sind nun einmal - sicher historisch bedingt ('Männer haften für ihre Frauen') - auf Männer fokussiert. Wenn man bei Festlegung der Spielregeln entscheidet, besonders solche Dinge für strafwürdig zu erachten, die in erster Linie Männer tun und diese Taten dann auch noch besonders negativ bewertet, sind diese Folgen logisch.

Es gab früher sogar einen Extraparagrafen (§217 StGB), in dem ausdrücklich geregelt war, dass Frauen besonders milde zu bestrafen waren, wenn sie ihr nichteheliches Kind abmurksten - natürlich wegen 'der psychischen Zwangslage der Mutter'. In Österreich gilt Ähnliches noch heute (§ 79 StGB).

Die Geschlechterverteilung in den Vollzugsanstalten wäre gleichmäßiger, würden Frauen für ihre Babymorde, Abtreibungen, Falschbeschuldigungen, Kindesunterschiebungen, Unterhaltserschleichungen, Umgangsvereitelungen, exhibitionistischen Handlungen etc. bestraft - alles nur eine Frage der Spielregeln und der Definition von 'Kriminalität'.

Viele Grüße
Wolfgang


gesamter Thread:

 

powered by my little forum